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Einigen Computer-Zeitschriften in den USA droht ein unangenehmer Einstieg in die Woche. Ein Software-Unternehmen, das in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen sorgte, entpuppt sich als Schwindel. Der von den Zeitschriften zitierte Chef-Techniker war in Wirklichkeit selbst Journalist.

Interviewt und wörtlich zitiert wurde "Craig Barth" CTO der Firma Devil Mountain Software zwar fast ausschließlich von einem Autor der ComputerWorld. Doch seine Informationen und Zitate wurden auch in anderen Publikationen gerne übernommen. Zuletzt, als Devil Software mit dem umstrittenen Untersuchungsergebnis an die Öffentlichkeit trat, dass Windows 7 eine "Speichersau" ist und zu viel Arbeitsspeicher belegt.

Eine Behauptung, die zwar von vielen Lesern selbst widerlegt werden konnte, die aber trotzdem erst einmal in der US-Presse fleißig wiederholt wurde. Erwähnungen von Devil Software finden sich im Blog des Wall Street Journal ebenso wie bei FoxNews, USA Today oder auch bei ZDNet-Publikationen. Wobei man anmerken muss, dass unter anderem der ZDNet-Autor Larry Dignan mit seinen Recherchen den Bluff auffliegen ließ.

Er deckte auf, dass Craig Barth mit dem InfoWorld-Schreiber Randall Kennedy identisch ist. Er verweist auch darauf, dass die von InfoWorld verbreitete Client-Software, die Performance-Informationen an Devil Software liefert, wenig zuverlässig ist. Und seine Recherchen lassen vermuten, dass Barth/Kennedy nicht nur CTO, sondern auch einziger Mitarbeiter von Devil Software ist.

Auf dieses Unternehmen wird sich der Journalist nun auch konzentrieren müssen, denn InfoWorld hat bereits seine Entlassung bekannt gegeben. Dabei heißt es in dem Schreiben der Redaktion, dass Kennedy in den letzten 10 Jahren wertvolle Informationen über die Windows Perfomance geliefert hat, und dass man bei der InfoWorld weiter an die Genauigkeit und Zuverlässigkeit dieser Informationen glaubt. Doch vielleicht wird dieser Glaube durch weitere Enthüllungen erschüttert.

Wobei es sich lohnt, über Microsofts Rolle bei dieser Scharade nachzudenken. Denn von Microsoft war keine Erwiderung auf die Perfomance-Berichte zu hören. So, wie fast nie von Microsoft etwas zu hören ist, selbst wenn grobe Fehldarstellungen in der Presse verbreitet werden. Diese stoische Gelassenheit mag manchmal Vorteile haben. Doch sie macht Experten wie Kennedy das Leben sehr einfach.

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