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22. Februar 2010
Posted in Internet News
Nach dieser Darstellung basiert der ganze Bericht der Zeitung lediglich auf einer zurückverfolgten IP-Adresse. Andere Details der Darstellung seien schlichtweg erfunden. So erwähnte die Zeitung tatsächlich ohne nähere Erläuterung einen ukrainischen Lehrer, den es nach Darstellung der Chinesen aber gar nicht gibt.
Ob die gelieferten Angaben der Wahrheit entsprechen, muss man allerdings bei beiden Seiten in Frage stellen. Dass von chinesischer Seite ein von der Regierung geduldeter oder gar in Auftrag gegebener Angriff auf US-Unternehmen bestritten wird, wundert nicht. Doch den Informationen, die von den US-Experten an die Presse gegeben werden, muss man ebenfalls mit Skepsis begegnen.
Was beispielsweise auch für einen heute erscheinenden Bericht der Financial Times gilt, wonach ein 30 Jahre alter chinesischer Sicherheitsexperte ein Exploit für eine Explorer-Sicherheitslücke entwickelt haben soll, das dann bei den Angriffen auf Google und Co zum Einsatz kam. Auch diese Information stammt von einem "Forscher, der für die US-Regierung arbeitet". Womit nicht zwingend ein staatlicher Ermittler gemeint sein muss.
Wenn Medien mit solchen Informationen "geimpft" werden, dann muss das auch noch nicht als Hinweis auf eine gezielte Steuerung der Berichterstattung gesehen werden. Doch es muss klar sein, dass die von Google bekannt gemachten Angriffe auf US-Unternehmen vermutlich nur die Spitze des Eisbergs sind. Das Gleiche gilt für die von Google in die Diskussion eingebrachte Zensur, die von der chinesischen Regierung gefordert wird.
Forderungen der Chinesen gibt es etliche und sie machen den US-Unternehmen das Leben schwer. Insbesondere, wenn Verschlüsselungsverfahren beteiligt sind, stellen die Chinesen schwer zu erfüllende Forderungen. In einem weiteren Beitrag von heute weist die Financial Times beispielsweise darauf hin, dass die chinesische Regierung seit 2007 bei 13 Produktkategorien (Smart Cards, Firewalls etc.) auf eigenen Zertifikaten besteht. Wobei die ausländischen Unternehmen oftmals fürchten müssen, dass ihre Produkte bei Umsetzung der Forderungen für den Rest der Welt uninteressant werden könnten.
Was in der Praxis wieder dazu führt, dass ursprünglich harte Forderungen der Chinesen im Laufe der Zeit wieder aufgeweicht werden. Doch insgesamt macht auch das die Arbeit in China nicht einfacher. Und so haben US-Unternehmen wie auch die US-Regierung ein Interesse daran, China zu einem verlässlichen, entgegenkommenden und weniger fordernden Gastland zu machen. Auch das ist ein Aspekt, den man bei der Suche nach dem Ursprung der Hacker-Angriffe nicht aus den Augen verlieren sollte.
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