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Net Applications veröffentlicht wie gewohnt seine monatlichen Statistiken (u.a.) über die Browser-Nutzung und kommt zu dem Ergebnis, dass die Statistik inzwischen nur noch einen Sieger kennt: Google Chrome - alle anderen Browser verzeichnen rückläufige Marktanteile.

Tatsächlich hat Firefox laut Net Applications vor vier Monaten mit 24,7% den bisher höchsten Marktanteil erreicht und seither in drei Monaten jeweils nur leicht rückläufige Zahlen produziert. Auch die Anteile des Microsoft Internet Explorers - mit 61,6% immer noch Marktführer - gehen kontinuierlich zurück. Und selbst Apples Safari, der im letzten Jahr aggressiv vermarktet wurde und mit dem iPhone-Erfolg eigentlich auf Wachstumskurs sein sollte, ging im Februar ganz leicht in die Knie (4,5%), was aus statistischer Sicht aber vermutlich nicht sigifikant war. Dass auch Opera (2,4%) - unbestritten einer der besten Browser - sich bestenfalls horizontal bewegt, ist bedauerlich, aber wohl nicht zu ändern.

So bleibt Chrome als einziger Browser, der noch nennenswertes Wachstum produziert. Immerhin ist der Marktanteil des im Jahr 2008 vorgestellten Browsers laut Net Applications von seit April 2009 1,8% auf jetzt 5,6% gestiegen. Wobei natürlich immer Zweifel an der Aussagekraft der Net Application-Daten angebracht sind.

Die von dem Unternehmen vorgelegten Zahlen basieren auf Log-Daten, die von Anwendungen (Analyse-, Statistik-Anwendungen etc.) im Kundeneinsatz stammen. Damit ist erstens immer das Problem der Selbstselektion verbunden, denn die kostenpflichtigen "Net Applications" kommen sicher in den USA häufiger zum Einsatz als in China.

Zweitens besteht aber auch die Gefahr, dass diese Daten die Geschäftsentwicklung von Net Applications widerspiegeln. Würde der Verkauf der Anwendungen im europäischen Geschäft zurückgehen, dann würde die Browser-Nutzung in den USA in den Statistiken zwangsläufig stärker berücksichtigt.Das könnte Verschiebungen ebenfalls erklären, denn Firefox wird beispielsweise in Europa stärker genutzt als in den USA.

Ein drittes Problem besteht darin, dass Net Applications mit seinem Instrumentarium möglicherweise die Entwicklung im mobilen Sektor gar nicht abbilden kann. Die Statistiken sind für den Einsatz in einem Umfeld gedacht, in dem der PC als Internet-Client eine tragende Rolle spielt. Somit sollten auch die aktuellen Ergebnisse nur vorsichtig und als möglicher Teilausschnitt betrachtet werden.

Doch in diesem von Net Applications erfassten Biotop scheint sich Chrome als dritter führender Browser etablieren zu können - und das möglicherweise auf Kosten von Explorer und Firefox gleichermaßen.

 

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