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08. März 2010
Posted in Internet News
Um die Entstehungsgeschichte kurz zusammenzufassen: Zuckerberg war im Jahr 2003 Student an der Harvard University und hatte bereits ein erfolgreiches Web-Projekt hinter sich: Im Stile der damals bekannten Site "Hot or not" hatte er Fotos von Kommilitonen von Harvards Web Site "entliehen", sie paarweise den Besuchern vorgestellt und von ihnen eine Bewertung des Aussehens verlangt.
Diese Site verschaffte Zuckerberg erste Popularität und zugleich wäre sie fast das Ende seiner Harvard-Karriere gesehen. Er hatte die Urheberrechte und die Privatsphäre seiner Mitstudenten grob missachtet. Weil er damit aber ein erfolgreiches Projekt auf die Beine gestellt hatte, wurde er von den Brüdern Cameron und Tyler Winklevoss sowie deren Freund Divya Narendra angesprochen. Er sollte eine Projektidee umsetzen, die das Trio ausgeheckt hatte.
Zuckerberg war von der Idee der geplanten "dating site" offenbar begeistert und versprach die sofortige Umsetzung. Doch während er zu diesem Zeitpunkt Ende November 2003 noch den Eindruck erweckte, der Programmier-Aufwand sei nicht besonders groß (30. November, kurz nach Auftragsannahme: "...morgen abend, wenn die Basis-Funktionalität steht..."), verzögerte sich die Fertigstellung seines Arbeit immer weiter.
Was kein Wunder war, denn in den Wochen nach der Auftragsannahme hatte er gegenüber Freunden durchblicken lassen, dass er das Vertrauen seiner Auftraggeber notfalls auch enttäuschen würde ("Unless I fuck the dating site people over and quit on them right before I told them I'd have it done"), und dass er an einem eigenen, ähnlichen Projekt arbeitet.
So kam es, dass er sich am 14. Januar zum letzten Mal mit seinen Auftraggebern traf und danach die Sache wohl einschlafen ließ. Am 4. Februar startete er dann seine eigene Site, vorerst nur für Harvard-Studenten und am 11. Februar registrierte er die Domain thefacebook.com. Einen Tag zuvor hatte ihn einer der Brüder noch angeschrieben und ihm Vertragsbruch sowie Ideenklau vorgeworfen.
Im Mai startete das Trio dann endlich eine eigene Site, deren Ausführung von anderen Codern übernommen worden war. Im gleichen Jahr noch erhoben sie vor Gericht Klage, die schließlich zu einer Schlichtung führte, die den Klägern 65 Millionen Dollar einbringen sollte. Gegen diese Schlichtung legten sie dann allerdings selbst wieder Berufung ein, weil sie sich über den Wert des Unternehmens Facebook getäuscht sahen. Für die nicht besonders originelle Idee einer Dating Site, die von Zuckerberg in abgewandelter Form übernommen wurde, dürften 65 Millionen Dollar keine zu schlechte Entschädigung sein.
Aber an der Integrität Zuckerbergs, beziehungsweise am Mangel derselben bestehen nach dieser Vorgeschichte nur wenig Zweifel. Das wird von Autor Carlson auch noch durch zwei weitere Nebenergebnisse seiner Recherchen beschrieben. Er fand heraus, dass Zuckerberg mit Hilfe fehlgeschlagener Login-Versuche (falsches Password) die Mail-Konten von Kommilitonen geknackt hat. Und er soll sich rechtswidrig Zugang zu ConnectU verschafft haben, dem Konkurrenzprodukt seiner früheren Auftraggeber. Dort hat er angeblich Konten von Anwendern als auch der Betreiber manipuliert.
Carlson hält es für möglich, dass diese ganzen Ereignisse aus der Frühzeit Facebooks den inzwischen 25 Jahre alten Gründer maßgeblich (zu seinem Besseren) beeinflusst haben. Zumindest hofft der Autor das. Allerdings gilt Facebook in Sachen "Schutz der Privatsphäre" als eindeutiges Negativ-Beispiel. Was den Eindruck bekräftigt, dass Zuckerberg den Facebook-Anwendern ähnliche Hochachtung entgegenbringt, wie seinen damaligen Auftraggebern. Aber wie sieht das wohl bei Männern wie Bill Gates oder Steve Jobs aus?
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