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Das Angebot von Google Apps wird aufgebohrt: Die Suchmaschine gibt bekannt, mit 50 Software-Herstellern einen Verbund geschaffen zu haben, dessen Ziel es ist, Online-Anwendungen dieser Hersteller via Google Apps zu vertreiben. Das verspricht spannend zu werden.

Für die teilnehmenden Hersteller ist das ein großer Vorteil, denn nun können sie allen bisher registrierten Anwendern ihre Anwendungen zum Kauf anbieten. Von 25 Millionen Apps-Nutzern in 2 Millionen Organisationen ist die Rede. Googles Angebot wiederum wird dadurch auch attraktiver, da jetzt insgesamt mehr Anwendungen geboten werden, die aber alle integrierbar sein sollen. Etwa in Gestalt von Anwendungen für Online-Fax, Workflow-Management oder von CRM-Lösungen.

Einige der Anwendungen sind kostenlos, bei den meisten allerdings wird eine teilweise nicht unbeträchtliche Monatsmiete fällig. "Nicht unbeträchtlich" bezieht sich dabei auf die Preisvorgabe von Googles Apps, wo für ein normales Konto (Premier Edition) 40 Dollar pro Jahr verlangt werden. Das Angebot des Google Market Place beschränkt sich dabei nicht auf die Premier-Kunden. Auch die Standard-Konten sind inbegriffen, bei denen sonst nur die kostenlose Nutzung von Google Mail, Kalender, Text & Tabellen sowie Google Sites möglich ist.

Ob und wie die Apps-Anwender dieses Angebot der Suchmaschine nutzen werden, bleibt wie immer abzuwarten. Doch es scheint interessant, dass Google damit erstmals das Konzept des "Application Store", wie es sich im mobilen Bereich schon bewährt hat, auf den Bereich des Cloud Computing überträgt. Man kann davon ausgehen, dass dieses Experiment vor allem von Microsoft mit Argusaugen beobachtet wird.

Denn Google spricht damit die wichtigste Zielgruppe Microsofts an. Und kann dieser Zielgruppe nun möglicherweise wirklich Lösungen bieten, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind, aber gleichzeitig viel weniger Kosten als die Office-Pakete aus Redmond.

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