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Yair Reiner, ein Analyst und Apple-Kenner von Oppenheimer & Co., sieht in Apples jüngster Klage gegen den Gerätehersteller HTC weniger einen gezielten Schlag gegen Google und dessen mobiles Betriebssystem Android, sondern vielmehr eine Warnung für die gesamte Branche und einen möglicherweise breiter angelegten Strategiewechsel des Unternehmens.

Denn wie Reiner bei seinen Recherchen erfahren haben will, versucht Apple schon seit geraumer Zeit, Druck gegenüber anderen Herstellern aufzubauen, um sein geistiges Eigentum zu schützen. Doch wie der Analyst es ausdrückt, hat Apple jetzt ein juristisches Ausrufezeichen hinter eine ganze Reihe von Gesprächen gesetzt, die hinter verschlossenen Türen stattfanden und bei denen Klartext geredet wurde. Die aber letztlich ohne Ergebnis geblieben scheinen.

Wie der Szenebeobachter weiter meint, hat Apples Vorgehen bereits einen deutlichen Effekt bei den anderen Herstellern gezeigt. Deren (Zeit-) Pläne für weitere Entwicklungen wurden "bedeutsam unterbrochen". Jetzt wird nach Möglichkeiten gesucht, die rechtlichen Probleme auf technischem Weg zu umgehen.

In dem Zusammenhang muss man aber auch darauf hinweisen, dass Apple von der Bürgerrechtsbewegung EFF gerade abgekanzelt wurde, weil das Unternehmen sich "seinen" Software-Entwicklern gegenüber nicht sehr partnerschaftlich verhält.

Die EFF veröffentlicht unter anderem das aktuelle "Developer License Agreement" für iPhone-Entwickler und bezeichnet Apple als "eifersüchtigen und tyrannischen Feudalherren". Etwa, weil Apple es als sogar schon als rechtswidrig ansieht, wenn ein iPhone-Käufer nach einem "Jailbreaking" Software benutzen kann, die Apple nicht zugelassen hat.

 

 

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