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Ein verärgerter Ex-Mitarbeiter eines Autohauses in Texas hat eine Sicherungs-Technik der verkauften Fahrzeuge missbraucht, um sich an seinem früheren Arbeitgeber zu rächen. Aus der Ferne konnte er die Software anweisen, entweder die Zündung der Fahrzeuge zu deaktivieren, oder ihre Hupe zu starten.

Das Autohaus hielt den Vorgang zunächst für eine ungewöhnliche Häufung von Pannen. Fahrzeuge sprangen nicht mehr an, oder verärgerte Kunden mussten die Batterie abklemmen, um die Hupen zu nächtlicher Stunde abzuschalten. Eine Gefährdung der Kunden durch die Abschaltung der Zündung fand nicht statt, da diese Abschaltung nur im ruhenden Zustand aktiviert werden kann.

Da sich schnell zeigte, dass bei den Vorfällen sukzessive die Kundenliste in alphabetischer Reihenfolge "abgearbeitet" wurde, und dass dabei die Funktion der WebTeck Plus-Geräte missbraucht wurde, überprüfte man die Logins für dieses System und fand mit Hilfe der IP schnell den Urheber der Angriffe. Allerdings waren bis dahin schon 100 Fahrzeuge manipuliert worden.

WebTeck stellt Geräte bereit, die vorzugsweise in Autos verbaut werden, die wiederum an Kunden mit schlechter Bonität verkauft werden. Bleiben Zahlungen aus, bleibt der Wagen stehen. Die Hupe scheint dabei weniger gedacht, die nicht zahlenden Kunden öffentlich bloß zu stellen. Vielmehr dient diese Funktion als Hilfsmittel, um Fahrzeuge beispielsweise in Parkhäusern zu identifizieren und für die Pfändung/Wiederinbesitznahme ("Repossession") erkennbar zu machen.

Der 20 Jahre alte Mitarbeiter hatte während seiner Beschäftigung Zugang zu dem System und nach der Entlassung wurde sein Konto deaktiviert. Doch wie in vielen Fällen hatte der Täter zuvor die Zugangsdaten eines anderen Mitarbeiters in Erfahrung gebracht und sich so einloggen können.

Vorkommnisse dieser Art scheinen kein Einzelfall. Dabei muss es sich nicht immer um Angriffe verärgerter Mitarbeiter handeln. In einem durchaus ähnlich gelagerten Fall, der sich vor Jahren in New Jersey ereignete hatte der Hersteller einer Software zur Steuerung eines vollautomatischen Parkhauses das System lahm gelegt, nachdem ein Vertrag von der zuständigen Stadtverwaltung nicht verlängert worden war. Damals wurden die Fahrzeuge unschuldiger Kunden des Parkhauses gewissermaßen zu Geiseln gemacht, weil sie tagelang nicht mehr aus dem Gebäude abgerufen werden konnten.

 

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