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Die New York Times will von anonymen Insidern Informationen über ein Projekt Googles erhalten haben, bei denen es um eine Partnerschaft mit Intel und Sony geht. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen es angehen, die Welt des Fernsehens mit der Online-Welt zu verquicken.

Die Partner denken dabei zunächst an die Möglichkeit, auf dem Fernsehgerät nicht nur zwischen Programmen hin- und herzappen zu können, sondern auch beispielsweise zwischen sozialen Netzwerken und Bilderdiensten. Ebenso soll es möglich sein, Internet-Suchen zu starten, YouTube-Videos anzusehen, (wie in den USA schon möglich) Fernsehserien bei hulu.com abzurufen, oder ganz einfach bei Online-Spielen mitzumachen.

Das geplante "Google TV" soll dabei auf dem mobilen Betriebssystem Android aufbauen und man erhofft sich, bei den Entwicklern eine ähnliche Begeisterung auszulösen, wie man es bei den Anwendungen für mobile Geräte beobachten kann. Die Kreativität dieser Entwickler hat das Interesse an Smartphones stark erhöht und einen ähnlichen Effekt erwartet man auch bei Anwendungen für das Fernsehen.

Das Interesse der drei Unternehmen erklärt sich auch dadurch, dass Set Top-Boxen zur Erweiterung des Fernsehgeräts in den letzten Jahren immer mehr Rechenleistung erhalten haben. Wobei man wohl nicht nur auf Set Top-Boxen setzt, sondern auch auf Technologien, die sich in den Fernsehgeräten selbst oder anderen Peripheriegeräten unterbringen lassen. Als möglicher Partner soll auch schon Logitech angesprochen worden sein, wobei die Zeitung daran erinnert, dass dieser Hersteller bereits Fernbedienungen mit Tastatur entwickelt hat.

Weitere Hinweise, die die Meldung glaubhafter erscheinen lassen sollen, sieht die New York Times in Stellenangeboten der Unternehmen, in denen beispielsweise es um Android-Programmierer geht, die Intels Technologien "vom PC Bildschirm, über das mobile Display bis hin zum Fernsehgerät erweitern".

Google soll dabei bereits den Prototypen einer Set-Top-Box entwickelt haben und es wird vermutet, dass ein erst neulich bekannt gewordener Suchdienst für Fernsehprogramme, der angeblich zur Zeit bei Dish Networks getestet wird, mit dem Vorhaben in Verbindung stehen soll. Der Satelliten-Anbieter Dish ist auch Partner bei der von Google vor drei Jahren gestarteten Vermarktung von Werbeoberflächen im TV-Programm, "Google TV Ads".

Allerdings hat gerade dieses Werbeprogramm sich bisher nicht besonders bewährt. Und es gilt auch zu bedenken, dass Google TV auch nicht im luftleeren Raum gestartet wird. Der Konkurrenzdruck im Bereich des Fernsehens ist beträchtlich und es gibt viele Anbieter, die die Pläne des TV-Triumvirats in vergleichbarer Form verfolgen.

Neu ist bisher bestenfalls der Gedanke, das Fernsehen zur Plattform für zusätzliche Anwendungen zu öffnen, wie es sich in der mobilen Welt zu bewähren scheint. Aber auch das ist eine Idee, die sich nicht schützen lässt und die im Zweifelsfall leichter nachgeahmt als verworfen wird.

 

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