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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Ein Posting im Web Log des Google Analytics-Teams kündigt ein neues Hilfsmittel für alle Anwender weltweit an: Weil man dem Anwender mehr Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Verarbeitung seiner Daten geben will, soll ein PlugIn für Browser veröffentlicht werden, mit dem sich "die Anwender mit einem Opt-out davor schützen können, von Google Analytics verfolgen zu lassen".

Diese Aussage ("being tracked") könnte man so interpretieren, dass Google Analytics den Besucher auch site-übergreifend "im Auge behält". Eine nicht sehr erfreuliche Vorstellung, wenn man bedenkt, dass Google Analytics schon im vergangenen Jahr auf etwa der Hälfte der 10.000 populärsten Sites (lt. Alexa) eingesetzt wurde und das Instrument bei Datenschützern schon ohne die Tracking-Komponente als zweifelhaft gilt.

Doch wenn die Anwender tatsächlich über alle Analytics-Installationen hinweg verfolgt werden sollten, dann sind diese Bedenken mehr als gerechtfertigt. Denn dann fehlt auch nicht mehr viel, diese Daten - etwa nach einem LogIn bei Google Mail - personalisierbar zu machen.

Auf Rückfrage bei Google wird auf die deutsche Übersetzung des Postings verwiesen. Dort wird der vom zuständigen Product Manager gebrauchte Ausdruck "being tracked" durch "Erhebung" übersetzt. Nach dieser Umformulierung sind die von Analytics erhobenen Daten immer nur auf die jeweilige Site bezogen und es findet keine site-übergreifende Analyse durch Google statt.

Allerdings bleibt der vor zwei Wochen gelieferte Hinweis, dass inzwischen 20% aller Suchergebnisse auch mit Hilfe der Web History verbessert werden. Woher diese Daten stammen, wurde aber nicht angegeben. Und ganz allgemein stellt sich hinsichtlich des angekündigten PlugIns die Frage, ob es den Prinzipien des europäischen Datenschutzes entspricht, dem Verbraucher eine Software anzubieten, mit der er sich vor der Datensammlung Googles verstecken kann.

 

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