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Die chinesische Regierung nimmt Googles Entscheidung der Einstellung von google.cn offenbar nicht auf die leichte Schulter. Der China Digital Times ist eine Anweisung des "Büros für Internet-Angelegenheiten" der Regierung in die Hände gefallen. Darin befinden sich klare Handlungsanweisungen für die Online-Presse und deren Umgang mit dem Thema.

Das Schreiben wird mit folgenden Sätzen eingeleitet: "Google hat offiziell seinen Rückzug vom chinesischen Markt erklärt. Das ist ein Vorfall von großer Bedeutung ('high-impact incident'). Das hat bei den Internet-Anwendern Diskussionen ausgelöst, die sich nicht auf die kommerzielle Ebene beschränken. Darum soll den folgenden Anweisungen zum jetzigen Zeitpunkt große Aufmerksamkeit geschenkt werden".

Was folgt sind Anweisungen wie etwa die, im Nachrichtenbereich nur Inhalte der Zentralregierung zu übernehmen und in alle Berichten auf diese Inhalte bei der Zentralregierung zu verweisen (Web Site). Die Titel der Texte dürfen nicht verändert werden. Online-Programme mit Experten und Gelehrten zu diesem Thema bedürfen der vorherigen Genehmigung , die Kommentare unter den Nachrichten sind mit Sorgfalt zu betreuen.

Was die Foren, Blogs und andere interaktive Angebote angeht, so sind Diskussionen oder Untersuchungen zu diesem Thema nicht gestattet. Angriffe auf die Partei, den Staat, die Ministerien oder die Internet-Richtlinien als Text, Bild, Ton oder Video sind zu entfernen. Ähnliches wird für alle Inhalte vorgeschrieben, die Google unterstützen, die Google Blumen widmen, die Google zum Bleiben auffordern sowie für alle Inhalte, die vom "Ton der Regierung" abweichen.

Die Verantwortlichen werden sogar aufgefordert, Kräfte abzustellen, die sich speziell der Überwachung dieses Themas widmen. Sobald es zu Massenvorkommnissen kommt, soll umgehend eine Benachrichtigung erfolgen. Das alles lässt keine Zweifel, dass China eine öffentliche Diskussion der Zensur und ihrer Verneinung durch Google fürchtet. Was aber auch die Entscheidung Googles noch richtiger erscheinen lässt.

 

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