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Der US-Marktbeobachter Net Applications kann bei der monatliche Aktualisierung seiner Browser-Statistik zeigen, dass der Microsoft Internet Explorer erstmals weniger als 60% der Marktanteile auf sich vereint. Und die Trendlinie scheint weiter nach unten zu weisen.

Wie immer ist bei den Zahlen des Unternehmens zu bedenken, dass sie vermutlich nur einen Marktausschnitt berücksichtigen. Net Applications stellt Anwendungen für den Einsatz im Web zur Verfügung und analysiert die von diesen Anwendungen gelieferten Daten. Da sich das Unternehmen dabei in erster Linie an US-Sites beziehungsweise englischsprachige Sites wendet, ist die untersuchte Stichprobe selektiv gebildet und ignoriert beispielsweise einen Großteil der inzwischen über 400 Millionen chinesischen Anwender. Auch die Verhältnisse in Europa sind vermutlich nicht angemessen abgebildet.

Doch weil das Unternehmen schon seit Jahren seine Daten mehr oder weniger gleichmäßig erhebt und präsentiert, lassen sich vor allem Trend-Aussagen aus den Daten ableiten. Das betrifft nicht nur den Marktanteil des MSIE, der seit dem Mai 2008 von 75,9% auf nun knapp 60% gesunken ist. Der Marktanteil des Firefox-Browsers ist im gleichen Zeitraum von 18,3% auf knapp 25% gestiegen, stagniert allerdings seit etwa einem halben Jahr bei etwa diesem Wert.

Kräftig zugelegt hat dagegen der im Sommer 2008 gestartete Google-Browser Chrome mit jetzt 6,7%. Ähnliches gilt für Apples Safari, der sich von 2,9% auf nun 4,7% vorgearbeitet hat. Sogar Opera konnte sich leicht von 2,0% auf 2,3% verbessern, der (mobile) Opera mini von 0,2% auf 0,8%. Wobei gerade das letzte Ergebnis zeigt, dass die Smartphones sich allmählich ihren Platz in der Statistik erkämpfen.

Das iPhone-Betriebssystem erreicht beispielsweise inzwischen einen Marktanteil von 0,5%, gefolgt von Nokias Symbian mit 0,2%. In diesem Bereich dürfte sich in den kommenden Monaten und Jahren die vermutlich größte Bewegung zeigen, wobei sich erwartbar auch der Browser-Markt in Folge weiter diversifizieren wird.

Das wird möglicherweise auch den Fall des Microsoft-Monopols weiter beschleunigen, der sich allmählich abzeichnet. Der Quasi-Monopolist hat nicht nur hinsichtlich der Browser-Marktanteile Federn gelassen, sondern auch bei den Anteilen der Betriebssysteme. Microsoft kommt inzwischen "nur noch" auf 91,5% (Mai 2008: 95,0%), während Apples Marktanteil sich in der gleichen Zeit von 3,8% auf 5,3% deutlich erhöht hat.

Doch hier ist nicht mit allzu schnellen Entwicklungen zu rechnen. Ein Teil der Anwender neigt zu großer Kontinuität, um es ganz vorsichtig auszudrücken. So benutzen 17,6% der von Net Applications erfassten Untersuchungseinheiten immer noch unverdrossen den MSIE in der Version 6.0 - und treiben damit Sicherheitsexperten wie Web-Entwickler in den Wahnsinn.


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