Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
06. Mai 2010
Posted in Internet News
Von der Bedarfsseite her ist diese These nachvollziehbar. Apple hat gerade erst mit der WiFi-Version des iPad einen unerwarteten Verkaufserfolg erzielt. Schon im ersten Monat wurden über 1 Million Geräte verkauft. Die Nachfrage war so groß, dass der internationale Verkaufsstart verzögert werden musste. Inzwischen ist auch eine Version mit 3G-Verbindung auf den Markt gekommen - und das könnte eine ohnehin schon schwierige Situation noch verschärfen.
Denn iPads gehen nach Ansicht des Autors mit einem noch höheren Datenkonsum einher als es schon die Smartphones tun. Das iPad wird eher zu Unterhaltungszwecken genutzt, das heißt beispielsweise zum Download von Videos beziehungsweise Filmen. Dieser hohe Datenumsatz wird viele Benutzer dazu bringen, unlimitierte Verträge abzuschließen und diese Verbindungen auch weidlich zu benutzen.
Die Frage ist, ob AT&Ts Infrastruktur für diese Nutzung ausgelegt ist. Beziehungsweise, ob der Ausbau des mobilen Netzes mit den neuen Anforderungen Schritt halten kann. Dazu macht AT&T keine Angaben und es ist schwierig, Informationen über die Kapazitäten des Netzes zu erhalten.
Doch erst vor wenigen Tagen hat AT&T sich zum Thema "iPhone Tethering" geäußert. Die Möglichkeit, das iPhone gewissermaßen als Modem mit einem Computer zu verbinden, um diesen mit einer mobilen Internet-Zugang zu versorgen, wurde schon vor 2 Jahren von Apple angekündigt. Von Engadget dazu befragt, erklärte AT&T, das Tethering habe das Potential, den Traffic exponentiell zu erhöhen. Das aber übersteige angesichts des ohnehin steigenden Traffics die Möglichkeiten des Netzwerks.
Das heißt, das Mobilfunkunternehmen kann jetzt schon eine laut ComputerWorld eher von Geeks in Anspruch genommene zusätzliche Form der Zugangs-Nutzung nicht mehr bewältigen. Wie will AT&T es dann aber schaffen, die enormen Datenmengen der weniger Computer-erfahrenen iPad-Nutzer zu transportieren, die erwartbar gerade die Video-Nutzung steigern werden?
Hinzu kommt, dass Apple auch in anderer Hinsicht vermutlich die mobile Datenflut noch steigern wird. Die mutmaßlich im neuen iPhone vorgesehene zusätzliche Kamera auf der Frontseite lässt an Videotelefonie denken. Auch von HD-Aufnahmen der normalen Kamera war schon die Rede.
Zusammengefasst lautet die These des ComputerWorld-Autors also, dass Apples Mobilfunk-Geräte die Bandbreiten-Kapazitäten des Mobilfunkunternehmens schon jetzt an die Grenzen führen.Zumindest hat AT&T nach eigenen Angaben keine Ressourcen mehr frei, um auch noch ein Tethering zuzulassen. Da aber der Traffic durch das 3G-iPad nochmals stark erhöht wird, könnte es zu einem Zusammenbruch des AT&T-Netzwerks kommen.
Eine wie gesagt schlüssige wirkende Darstellung. Doch sie hat mindestens einen Haken. Sie stützt sich in der Hauptsache auf die Ablehnung der Tethering-Wünsche durch AT&T und unterstellt dabei, dass das Tethering in den meisten Fällen nur genutzt wird, um beispielsweise am Flughafen noch schnell die Mail zu checken. Doch AT&T muss befürchten, dass das Tethering mit wesentlich Daten intensiveren Anwendungen genutzt wird. Etwa bei der der mobilen Nutzung von P2P-Diensten.
Solche Probleme angesichts ohnehin stark steigender Volumina vermeiden zu wollen, scheint nachvollziehbar. Das muss aber noch nicht heißen, dass AT&T den Apple-Traffic nicht verkraften kann. Und selbst wenn AT&T Probleme bekäme und die "User Experience" der Apple-Kunden darunter leiden müsste, gäbe es eine einfache Lösung. Dann könnte Apple einfach den Exklusiv-Vertrag mit AT&T aufgeben. Doch bisher scheint es für Apple keinen Grund zu geben, auf diese sprudelnde Einnahmequelle zu verzichten.
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