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Google testet zum wiederholten Mal eine Ausweitung seines Werbeangebotes auf Print-Medien. Eine Stichprobe von 100 Anzeigenkunden erhält Gelegenheit, zusätzlich zu den Google-Anzeigen auch Werbeoberflächen in Zeitungen und Magazinen der Offline-Welt zu buchen.

Einen ähnlichen Anlauf hatte Google bereits im vergangenen Jahr unternommen. Doch wie Reuters heute berichtet, verliefen diese Tests nicht zur Zufriedenheit des Unternehmens. Wie es heißt, war die Nachfrage damals nicht groß genug.

Wie ein Google-Sprecher ergänzt, werden bei diesem neuen Anlauf keine Werbeoberflächen angekauft und es wird auch keine Auktion der Werbeoberflächen geben. Ob die neuen Tests unter den veränderten Rahmenbedingungen erfolgreicher sind, bleibt abzuwarten.

Bemerkenswert ist jedenfalls, dass Google nach wie vor Ambitionen hat, in Konkurrenz zu den klassischen Agenturen zu treten. Durch die Vermarktung von Werbeoberflächen auch außerhalb der eigenen Online-Anzeigen schaltet Google die Werbeagenturen in ihrer Rolle als Mittelsmann beziehungsweise Provisionsempfänger aus und übernimmt so einen lukrativen Teil des Geschäfts.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen könnten von einem solchen Angebot profitieren, sofern diese Aufgaben professionell abgewickelt werden. Inwieweit Google willens und in der Lage ist, Agenturaufgaben zu übernehmen, wird sich aber ebenfalls erst nach Abschluss dieser Tests zeigen. "Handarbeit" war bisher jedenfalls nicht Googles Stärke.



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