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Sollte die Quelle, die der Business Insider zitiert, wirklich zuverlässig und authentisch sein, dann wäre das für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg extrem beschämend. Der Info-Dienst veröffentlicht ein Transkript eines kurzen IM-Austauschs zwischen "Zuck" und einem Freund aus der Zeit, als der damals 19jährige gerade "sein" Facebook gestartet hatte:

Zuck: Yeah so if you ever need info about anyone at Harvard
Wenn du also mal Infos über irgend jemanden in Harvard haben möchtest

Zuck: Just ask.
Frag mich einfach

Zuck: I have over 4,000 emails, pictures, addresses, SNS
Ich habe über 4.000 Mails, Bilder, SNS (Social Networking Site, Student Network Service?)

[Redacted Friend's Name]: What? How'd you manage that one?
Antwort des Freundes: Was? Wie hast du denn das angestellt?

Zuck: People just submitted it.
Die Leute haben es mir einfach übergeben

Zuck: I don't know why.
Ich weiß nicht warum

Zuck: They "trust me"
Sie "vertrauen" mir

Zuck: Dumb fucks.
Vollidioten

Der IM-Wechsel - sofern er authentisch ist - dürfte sich etwa zu der Zeit ereignet haben, als Zuckerberg gerade seine Auftraggeber nach deren Darstellung übervorteilt und sich deren Idee eines sozialen Netzwerks angeeignet hatte. Allerdings hat Facebook inzwischen auf die Veröffentlichung des Business Insider reagiert und widerspricht der Darstellung: In der Antwort heißt es, man werde nicht auf Grundlage eines anonymen Versuchs der Diskreditierung debattieren. Die Sicherheit und die Privatsphäre der Anwender-Informationen sei von höchster Wichtigkeit für das Unternehmen.

Das kommentiert der Business Insider trocken mit dem Hinweis, man glaube jedes Wort dieser Darstellung: "Hunderte von Millionen Menschen zu überzeugen, dass das Unternehmen sich dem Datenschutz verpflichtet fühlt, ist von kritischer Bedeutung für seinen zukünftigen Erfolg".

Doch diese Überzeugungsleistung wird von Facebooks verworrenem Umgang mit dem Datenschutz unterminiert. Zwar werden dem Anwender bei Facebook alle Möglichkeiten geboten, die eigene Privatsphäre zu definieren. Doch die New York Times hat sich einmal die Mühe gemacht und alle Einstellungsmöglichkeiten in einem Schema abzubilden und kommt zu der Aussage, dass der Benutzer mindestens 50 Einstellungen mit insgesamt 170 Optionen bearbeiten muss - was die meisten Anwender vermutlich einfach ignorieren. Damit überlassen die "dumb fucks" ihre Daten einem Unternehmen, dessen Gründer an den Datenschutz "nicht glaubt".

 

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