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Apples Musikhandel im iTunes Store ist nach Informationen der New York Times Gegenstand einer kartellrechtlichen (Vor-) Untersuchung. Die anonymen Quellen, auf die die Zeitung sich beruft, können allerdings keine Auskunft geben, welchem Zweck diese Untersuchungen dienen, oder ob sie einer Beschwerde folgen.

Allerdings dürfte angesichts der Größe, die der iTunes-Musikhandel inzwischen erreicht hat, schon bei kleineren Problemen eine Untersuchung vertretbar sein. Apple kontrolliert in den USA 69% des Online-Musikhandels und ist damit klar der Platzhirsch in diesem Geschäft. Auch international gilt Apple mit fast 27% Marktanteilen als größter Musikhändler.

Hinzu kommt, dass der iPod-Hersteller laut Medienberichten auch schon bereit war, sein Marktposition auszunutzen, um andere Unternehmen unter Druck zu setzen. So verweist die Zeitung auf einen Bericht des Billboard Magazine vom März, in dem über eine verkaufsfördernde Maßnahme des Konkurrenten Amazon berichtet wird.

Dort wurde bereits im Jahr 2008 in den USA der "Daily Deal" als tägliches Sonderangebot auch für Musik eingerichtet. Weil diese Angebote sich aber als sehr erfolgreich erwiesen, verlangte Amazon von den Musik-Labels zusätzliche Vergünstigungen, wenn diese ihre Musikstücke als Daily Deal angeboten sehen wollten. Unter anderem wurde verlangt, dass auf den MySpace-Seiten der jeweiligen Künstler Werbehinweise für den Daily Deal geschaltet werden, und dass die Labels die Musikstücke schon einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart exklusiv als Daily Deal anbieten.

Das aber soll Apple auf den Plan gerufen haben. Mitarbeiter des Unternehmens haben demnach von den Labels unter Drohungen verlangt, von solchen Deals Abstand zu nehmen. Dieses Vorgehen - sollte es sich denn tatsächlich so abgespielt haben - wäre wettbewerbsrechtlich zumindest bedenklich. Das US-Wettbewerbsrecht verbietet es einem Unternehmen nicht, ein Monopol aufzubauen. Doch es ist führenden Unternehmen untersagt, ihre Marktposition auszunutzen, um den eigenen Interessen Geltung zu verschaffen.

 

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