Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
01. Juni 2010
Posted in Internet News
In ihrem Experiment überprüften die Wissenschaftler vier Bienenvölker, wobei zwei davon als Experimentalgruppe dienten. In ihre Körbe wurden jeweils zwei Mobilfunkgeräte eingebracht, die zwei Mal täglich für jeweils 15 Minuten eingeschaltet wurden. Die beiden anderen Völker dienten als Kontrollgruppe, wobei einer der Körbe mit Dummy-Geräten ausgestattet wurde und der andere gar kein "Treatment" erfuhr.
Die Bienen wurden zwischen Februar und April (im Punjab) beobachtet und während dieser Zeit zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen Kontroll- und Experimentalgruppen: Die mit den Handys "ausgestatteten" Stöcke zeigten deutlich weniger Flugaktivitäten, sammelten entsprechend weniger Pollen und ihre Königinnen produzierten ebenfalls weniger Eier. Die nicht ausfliegenden Bienen verhielten sich still oder verwirrt, "als ob sie nicht wüssten, was sie tun sollen". Gegen Ende des Experiments "gab es weder Honig, noch Pollen, noch Brut noch Bienen in der Kolonie, was zu einem vollständigen Verlust der Kolonie führte".
Während das sonderbare Verhalten der Bienen in anderen Studien nicht beobachtet wurde, konnte man ähnliche Massensterben nach Angaben der Wissenschaftler auch schon unter Hochspannungsleitungen beobachten. Ob sich aus dieser Beobachtung allerdings eine Ursache für die sich in den letzten Jahren häufenden Massensterben ableiten lässt, scheint fraglich.
Dagegen spricht, dass üblicherweise keine Mobilfunkgeräte in Bienenstöcken untergebracht werden, und dass die Stärke der elektromagnetischen Strahlung umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung ist. Dennoch scheinen die deutlichen Auswirkungen unter der Experimentalbedingung Grund genug, einen möglichen Zusammenhang weiter zu prüfen.
Denkbar wäre es beispielsweise, dass die hohe Verbreitung von mobilen Telefonen und Sendestationen zum "Kahlfliegen" der Stöcke beiträgt. Gemeint ist, dass die Sammelbienen nicht zurückkehren. Ganz allgemein spricht allerdings dagegen, dass diese Massensterben bisher hauptsächlich in den USA beobachtet wurden. Die Entwicklung der Mobilfunk-Verbreitung verlief in Europa jedoch deutlich früher als in den USA und die Dichte der "Sender" dürfte in Europa ebenfalls sehr viel höher sein als im Flächenstaat USA.
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