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08. November 2006
Eine interessante Marktlücke will der Amerikaner Michael Fertik mit seinem ReputationDefender.com gefunden haben. Er sucht im Auftrag seiner zahlenden Kunden nach Fundstellen im WWW, auf denen die Kunden genannt werden. Auf Wunsch tritt er dann an die Betreiber dieser Sites heran und verlangt die Löschung dieser Informationen.
Ursprünglich war der Dienst gegründet worden, um Einträge von Kindern und Jugendlichen auf Community Sites wie MySpace oder Flickr zu löschen. Die Kinder sollten "nicht ein Leben lang dafür büßen müssen", wenn sie einen solchen Fehler begangen haben.
Inzwischen haben Fertik und seine Partner aber festgestellt, dass auch bei Erwachsenen Bedarf an einer solchen Dienstleistung besteht. Kein Wunder, denn laut Wired setzt etwa ein Viertel aller Personal Manager bei Neueinstellungen auf die Hilfe von Suchmaschinen, um Informationen über den Bewerber einzuholen.
Also durchsuchen die Reputations-Verteidiger gegen eine Monatsgebühr von - je nach Laufzeit - 10 bis 16 Dollar regelmäßig das Web nach solchen Fundorten und liefern den Kunden dann eine Liste der gefundenen Seiten. Die Kunden können dann entscheiden, welche Fundstelle gegen eine weitere Zahlung von 30 Dollar gelöscht werden soll.
Dann allerdings beginnt der schwierigere Teil, denn die Betreiber der angeschriebenen Sites sind nicht immer sofort bereit, die gewünschten Änderungen vorzunehmen. Doch wie eine Juristin es gegenüber Wired formuliert, werden die meisten Betreiber lieber nachgeben und das fragliche Material entfernen, als dass sie einen Rechtsstreit riskieren. In allen anderen Fällen gibt Fertik eine Geld-zurück-Garantie.
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