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Vor einem Monat hat die US Copyright Group eine Kampagne gegen Bit Torrent-Piraterie gestartet. Über 5.000 IP-Adressen wurden gesammelt und sollen zum Nachweis der Rechtsverletzung dienen. Doch hatte diese Maßnahme einen Einfluss auf die Aktivitäten der Piraten allgemein? Das Blog TorrentFreak verneint das.

Laut den Statistiken zählt der Film "Hurt Locker", um den es auch in allen 5.000 Klagen der USG geht, noch immer zu den begehrtesten Werken bei den Filmpiraten. Alleine im Juni soll der Film 200.000 Mal geladen worden sein. Die Zahlen erhält das Blog durch die Analyse der Tracker-Informationen der Bit Torrent-Downloads. Aus diesen Daten fertigt TorrentFreak auch schon seit längerem eine wöchentlich erscheinende Liste der Top Ten der Bit Torrent-Downloads.

Die Juni-Daten des Hurt Locker zeigen demnach keinen Einbruch, wie man eigentlich nach der spektakulären Massenklage erwarten könnte. Doch das liegt nach Einschätzung des Blogs auch daran, dass keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, den Download durch andere Maßnahmen zu behindern. Es wäre den Rechteinhabern oder der USG beispielsweise möglich gewesen, die auf hunderten von Torrent-Sites verbreiteten Tracker durch Unterlassungsforderungen (Takedown Notifications) zu bekämpfen.

TorrentFreak ist der Meinung, dass fast jede dieser Websites einen Tracker entfernen würde, sobald man ihn den Betreibern zu Kenntnis bringt. Doch das sei im Fall von Hurt Locker gar nicht erst geschehen. Wohl, weil es einträglicher ist, tausende von Piraten mit Schlichtungsangeboten zu erpressen und weil der Schutz des Urheberrechts weniger wichtig ist als das Geld der Piraten.

 

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