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Auch in Großbritannien müsste aufgrund der hohen Staatsverschuldung eigentlich gespart werden. Doch wie ein FoiA-Informationsbegehren gezeigt hat, wurde von verschiedenen Behörden und Ministerien die Entwicklung von teuren iPhone-Anwendungen in Auftrag gegeben. Und das Innenministerium als einer der Auftraggeber verweigert aus "Sicherheitsgründen" jede weitere Auskunft.

Man kann vermuten, dass viele dieser Anwendungen noch von der Labour-Partei zu verantworten sind, die dem britischen Staat in einem Dauerzustand "legislativer Diarrhoe" (URL-Titel der Daily Mail) ja auch 4.300 neue Gesetze (z.b. Verbot, eine Atombombe zu zünden) beschert hat.

Eine der der teuersten Anwendungen, über die Auskunft gegeben wird, kostete 40.000 Pfund (ca.48.000 Euro) und wurde vom Amt für Führerscheine und Zulassungen angefordert. Die Anwendung erklärt, was bei einem Reifenwechsel zu tun ist, oder wie man den Benzinverbrauch errechnet. Und im Notfall macht sie aus dem iPhone sogar eine Warnleuchte. Wie weit die Entwicklung der Anwendung gediehen ist, ist unbekannt, doch das gesamte Projekt wurde zunächst einmal auf Eis gelegt.

Ähnlich verhält es sich wohl mit einer Anwendung der britischen Arbeitsagentur. Diese Anwendung "Jobcentre Plus" dürfte auch noch für einigen Ärger sorgen, denn man beginnt sich in der Öffentlichkeit zu fragen, wozu ein iPhone-Besitzer kostenfreien Zugang zu einer Jobbörse braucht, wenn sozial schwächer gestellte Arbeitssuchende diesen Vorteil nicht genießen.

Wie die wenigen Beispiele zeigen dürften, hat man der neuen britischen Regierung mit diesen iPhone-Anwendungen ein veritables Ei ins Nest gelegt, das etwas für jeden Kritiker-Geschmack bietet. Es führt die Regierung als Verschwender und als Geheimniskrämer vor, der unnütze Ausgaben unter dem Vorwand der Sicherheit verschweigt. Außerdem wird durch die Finanzierung der Anwendungen auch noch der soziale Neid geschürt.

Die Liberal-Konservativen werden daher wohl am Besten tun, alle geplanten iPhone-Anwendungen einzustampfen und die Notwendigkeit von 820 Websites der Regierung auch gleich auf den Prüfstand zu stellen. Denn es ist absehbar, dass diese Ausgaben als nächstes in Frage gestellt werden. Immerhin ist von über 90 Millionen Pfund Entwicklungs- und über 30 Millionen Pfund Personalkosten die Rede. Und das alleine im letzten Jahr.

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