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Microsoft-Chef Steve Ballmer pflegt seine Tablet-Pläne weiter. Auf der Worldwide Partner Conference von Microsoft teilt Ballmer mit, dass sein Unternehmen fest entschlossen ist, Windows 7 Tablets auf den Markt zu bringen. Zu den Partnerunternehmen, die während Ballmers Präsentation genannt werden, zählt unter anderem auch Hewlett-Packard.

Das überrascht ein wenig, denn Ballmer hatte bereits im Januar ein HP-Tablet angekündigt, doch im April wurde bekannt, dass der Hersteller diese Pläne wieder aufgegeben hat. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass HP nach der Übernahme von Palm eigene Geräte mit WebOS ausstatten wird, möglicherweise auch Tablet-PCs. Doch Microsoft bleiben neben HP auch noch eine Reihe anderer Partner wie Asus, Dell, Samsung, Toshiba und Sony, die laut dem Microsoft-Chef an den Tablet-Plänen beteiligt sind.

Die Journalistin Mary Jo Foley äußert im ZDNet-Blog jedoch Bedenken allgemeiner Natur an diesen Plänen. Microsoft mag hinsichtlich der Windows 8-Entwicklung die Tablets zwar besonders berücksichtigen, doch bis zur Fertigstellung dieses Systems können noch leicht zwei Jahre ins Land gehen. Außerdem hält sie es für wenig sinnvoll, wenn Microsoft das Tablet als eine Art flache PCs betrachtet.

Der beachtliche Erfolg des gerade erst vorgestellten iPad hat nicht nur mit der Form des Gerätes zu tun. Eigenschaften wie lange Akku-Laufzeiten, schnelle Gerätestarts und Zugang zu einem App Store sind für den Erfolg solcher Geräte ebenfalls von großer Bedeutung. Damit wird es aber zu gut wie aussichtslos, auf derart optimierten Geräten Windows-Anwendungen zum Laufen zu bringen.

Zumal diese Eigenschaften vermutlich nicht so leicht zu reproduzieren sind, wie Ballmer es sich vielleicht wünscht. Schließlich sind Windows-Tablets keine Neuigkeit, sondern ein über Jahre eher wenig erfolgreicher Seitenarm der PC-Entwicklung. Diese Geräte und ihre Architektur werden nicht einfach deshalb zum Schlager, weil Apple mit seinem iPad den Nerv des Publikums getroffen hat.

 

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