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Apple und Microsoft werden in dieser Woche ihre Quartalsbilanzen veröffentlichen und man fragt sich, ob Apple nun auch hinsichtlich der Einnahmen und Gewinne über Microsoft dominieren wird. Für den Fortune-Autor Andy M. Zaky geht es allenfalls noch um die Frage, ob das in diesem oder im nächsten Quartal geschehen wird.

Bereits im Mai überstieg Apples Marktwert erstmals den von Microsoft und konnte sich seither knapp, aber auch konstant in dieser Position halten. Der Wert ist dabei wie vieles an der Börse ein Gemisch aus Fiktion und Psychologie, denn die Marktkapitalisierung lässt sich nicht realisieren. Der Wert ist im Grunde nur ein Ausdruck, wie hoch der Aktienkurs eines Unternehmens steht, wie gut also die Börsianer die Gewinnaussichten im Fall dieses Unternehmens bewerten.

Der Vergleich der Umsätze und Überschüsse ist schon viel greifbarer und die Analysten überschlagen sich im Vorfeld der Bilanzveröffentlichungen mit ihren auf zwei Kommastellen genauen Prognosen - die dann im Fall Apples (seit wenigen Jahren) regelmäßig um über ein Drittel besser ausfallen. Geht man von diesen Prognosen aus, dann könnte Apple heute Abend nach Börsenschluss Einnahmen ("Revenues") in der Größenordnung von 15 Milliarden Dollar vorlegen und einen Nettogewinn von vielleicht 3 Milliarden Dollar.

Bei Microsoft erwartet man am Donnerstag leicht höhere Einnahmen und einen Überschuss von etwas mehr als 4 Milliarden Dollar. Das sind wie gesagt Schätzungen, die im Fall beider Unternehmen überschritten werden können. Zaky hält es für denkbar, dass es im Fall Apples sogar zu einer deutlichen Überschreitung kommen kann. Damit wird der Überholvorgang Apples auch in diesem Bereich greifbar.

Doch wie er meint, gehen selbst konservative Analysten davon aus, dass Apple im nächsten Quartal Microsoft mit links überholen wird. In der Jahresbilanz geht der Autor sogar von über 81 Milliarden Dollar Einnahmen für Apple und 70 Milliarden Dollar für Microsoft aus. Damit spielt der Immer-Noch-Monopolist bei den PC-Betriebssystemen an der Börse nur noch die zweite Geige.

Womit auch klar wird, dass es nicht mehr um PC-Betriebssysteme geht. Die spielen zwar immer noch eine große Rolle und Microsoft wird gerade im Business-Bereich auch weiterhin Absatzmöglichkeiten finden, an denen Apple nicht rührt. Aber Apple ist inzwischen nicht mehr der kleine David als Gegenspieler Microsofts, sondern ein Riese im Bereich der Consumer Electronics. Amazon, Hewlett Packard, Nokia und Samsung - um nur einige zu nennen - sind vermutlich inzwischen als Konkurrenten von größerer Bedeutung als Microsoft. Von daher ist es auch nur noch für Börsianer von Bedeutung, wenn Apple mehr Einnahmen erzielt als Microsoft.


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Fortune



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