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Für eine kurzfristige Zunahme der Verkaufs-Orders für Google-Aktien sorgten gestern Nachmittag (Ortszeit) Meldungen von US-Medien, wonach der Zugang zur Suchmaschine in China vollständig gesperrt wurde. Die Meldungen waren falsch, doch die Medien, die darüber berichteten, konnten sich auf Google selbst berufen.

Zu der Falschmeldung war es gekommen, weil ein vor Monaten von Google eingerichtetes Kontrollzentrum die Angabe lieferte, dass alle Dienste der Suchmaschine in China gesperrt sind. Dieses Kontrollzentrum war gedacht, die Erreichbarkeit von Googles Diensten für chinesische Anwender zu dokumentieren. Die Seite entstand, als sich der Konflikt zwischen China und Google auf einem ersten Höhepunkt befand.

Google hatte zu diesem Zeitpunkt gerade google.cn deaktiviert und alle Aufrufe der chinesischen Site auf die nicht zensierte Version der Suchmaschine in Hongkong umgeleitet. Inzwischen ist dieser Konflikt ausgeräumt. Googles Lizenz, die im April auslaufen sollte, wurde verlängert. Die chinesische Regierung hat damit auch eingewilligt, dass Google die Suchen der Chinesen von Google Hongkong beantworten lässt.

Eine Sperrung der Suchmaschine wäre somit wirklich ein außergewöhnliches Ereignis, denn es würde auch die Zuverlässigkeit der chinesischen Entscheider in Frage stellen. Doch genau das meldete nun das Kontrollzentrum, obwohl es eigentlich zum überflüssigen Relikt geworden war.

Ganz offensichtlich wird das "Dashboard" immer noch von einigen Beobachtern konsultiert und als es gestern nun aufgrund eines Messfehlers einen Totalausfall anzeigte, ließen die Negativ-Schlagzeilen nicht lange auf sich warten. Die Börse wiederum reagierte wie gewohnt, schnell aber falsch. Diese Fehler wurden zwar auch ebenso schnell wieder korrigiert. Trotzdem sollte Google das Dashboard vielleicht besser abschalten.

 

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