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Die neuen, wesentlich günstigeren Kindle-Modelle des Buchhändlers Amazon werden die Marktanteile dieser Lesegeräte sicher deutlich erhöhen. Doch das hat seinen Preis, wie das Wall Street Journal düster meint.

Das Finanzblatt spielt damit auf die von Beobachtern gehegte Vermutung an, dass Amazon schon bei den bisherigen Geräten keinen Profit machen konnte, weil die Fertigungskosten höher sind als der Erlös. Der Marktforscher iSuppli hatte schon im letzten Jahr die Hardware-Kosten für das Kindle auf 185,49 Dollar geschätzt und Amazon hatte erwidert, dass die wahren Kosten noch "bedeutend höher" liegen.

Damals wurde das Gerät aber noch für 259 Dollar angeboten, was vermutlich annähernd kostendeckend war. Doch dann begann der Preiskampf mit Barnes & Noble und der Preis wurde auf 189 Dollar gesenkt. Nach Amazons eigenen Angaben also auf einen Preis, bei dem das Unternehmen kräftig drauflegen muss. Und jetzt kommen also die neuen Gerät, die bereits bei 139 Dollar beginnen.

Gut, ihnen fehlt die Mobilfunkkomponente wodurch sich Einsparungen ergeben. Außerdem sollten die Fertigungskosten seit letztem Jahr gesunken sein. Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die neuen Geräte ein teures Geschäft für Amazon sind. Wobei man auch bedenken muss, dass sich bei dieser Preisklasse die Stückzahlen deutlich erhöhen werden und dennoch eine Ausweitung des Marktanteils nicht zwangsläufig die Folge ist.

Denn Amazon-Chef Jeff Bezos selbst hält es für wahrscheinlich, dass das neue WiFi-Kindle in vielen Fällen nur als Zweit- oder Drittgerät dienen wird. Ob sich in diesem Fall die hohen Kosten für die Geräte durch einen erhöhten Umsatz bei den Büchern amortisieren? Wo doch die eBooks bei Amazon auch zu Niedrigpreisen angeboten werden? 

 

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