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Das Aufnahmeverfahren, das Apple der Aufnahme einer Anwendung in den iTunes Apps Store voranstellt, wurde schon oft als unberechenbare Zensur beschrieben. Gizmodo liefert jetzt ein Beispiel, das diese Einschätzung voll bestätigt.

Gemeint ist die kostenlose Anwendung "Funny Shoppers", die das Gadget-Blog gerade erst seinen Lesern empfohlen hatte. Doch kaum war die Empfehlung online, wurde die Anwendung schon wieder aus dem Apps Store verbannt. Und das nicht zum ersten Mal, wie Gizmodo bei den weiteren Recherchen feststellte. Eine erste Version der Anwendung war bereits im Januar bei iTunes eingereicht worden.

Die Entwickler von Alkali Media erwarteten damals keine größere Prüfung, denn es handelte sich um eine recht einfache Anwendung, die einfach nur Bilder des Foto-Blogs "People of Walmart" zeigt. Dieses Blog - im November hier als Findlink empfohlen - zeigt Fotos von den oft skurrilen Gestalten, die bei der weltgrößten Supermarktkette einkaufen. Die Bilder zeigen zugegeben viel nackte Haut, doch dabei handelt es sich meist nur um überdralle Hausfrauen oder um Männer, deren behaarte Hintern sich auf Freigang befinden.

Die Bilder wirken in ihrer Gesamtheit eher wie ein Beweis für das absehbare Scheitern der Menschheit und nicht wie ein schamloser Anreiz zur Reproduktion. Also gab es für die Entwickler auch keinen Grund, die Anwendung abzulehnen. Doch das geschah, und zwar mit einem Hinweis auf die Obszönität der Bilder.

Laut der deutschen Wikipedia lässt sich dieser Begriff mit schmutzig, hässlich, ekelhaft oder anstößig umschreiben und wenn man den etymologischen Ursprung nachvollzieht, dann geht es um Dinge, die "zum Kotzen" sind (obs-cenus, der Nahrungsaufnahme zuwider). Das amerikanische "Obscenity" geht noch über diesen semantischen Gehalt hinaus und meint sexuell Anstößiges, oft sogar strafrechtlich Relevantes.

Das konnten die Entwickler in ihrer Anwendung zwar nicht erkennen, doch weil die hohen moralischen Ansprüche Apples bereits bekannt waren, hätte man die Entscheidung auf sich beruhen lassen. Doch dann wurde eine andere Anwendung im Prüfungsverfahren angenommen und im Store verbreitet. Eine Anwendung, die alle gezeigten Bilder bei PeopleofWalmart gemopst hatte.

Man erkundigte sich bei Apple, wieso diese Anwendung angenommen werden konnte, die eigene aber nicht. Die formalistische Antwort: Wir können keine Auskunft zu anderen Anwendungen geben. Alkali Media schickte eine Abmahnung an den Entwickler des Plagiats und die Anwendung verschwand aus dem Shop.

Wochen später meldete sich aber Apple bei Alkali Media und machte einen Vorschlag: Entfernt jeden Hinweis auf Walmart und vielleicht lässt sich was machen. Die Prüfer hatten also Bedenken, dass es zu rechtlichen Problemen kommen könnte. Und augenscheinlich waren sie auch motiviert, bereits abgewiesene Anwendungen noch einmal zu überprüfen. Also reichte man die die Anwendung noch einmal zur Prüfung ein, zum vierten Mal insgesamt. Dieses Mal aber unter dem Namen Funny Shoppers.

Und siehe da, der Prüfungsantrag wurde positiv beschieden, Funny Shoppers wurde aufgenommen und landete schon am ersten Tag unter den 275 am häufigsten geladenen Anwendungen. Doch einen zweiten Tag gab es nicht mehr. Funny Shoppers erhielt wieder einen Fußtritt, dieses Mal erneut wegen seiner obszönen Inhalte. Wobei man sich fragt, was genau hier dem Essen entgegen steht.

 

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