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Google hat sich mit Slide für einen Kaufpreis von 182 Millionen Dollar einen Hersteller von Online-Spielen einverleibt. Nach einer Investition von 100 Millionen Dollar in den Spielehersteller Zynga stellt sich die Frage nach der strategischen Bedeutung dieser Vorgehensweise.

Beide Unternehmen, Zynga und Slide sind mit ihren Spielen jedenfalls bei Facebook, MySpace und anderen "social Networks" gut platziert. Womit es zunehmend wahrscheinlich erscheint, dass es Google tatsächlich nicht an einer Kopie von Facebook gelegen ist. Mit Slide und Zynga hat Google aber gleich bei mehreren Netzwerken einen Fuß in der Tür und könnte diese Chance für eigene Zwecke nutzen.

Ein Risiko wäre es bei dieser Strategie, dass die Betreiber der Netzwerke Kontrolle über Googles Engagement ausüben könnten. Doch dieses Risiko ist begrenzt, solange die Mitglieder dieser Netzwerke großes Interesse an den Spielangeboten haben. Mehr als 60 Millionen Facebook-Nutzer gelten beispielsweise als aktive FarmVille-Spieler. Der FarmVille-Hersteller Zynga konnte es sich auch schon erlauben, mit Facebook in einen Machtkampf zu treten.

TechCrunch berichtete im Mai, dass Zynga sich der Forderung verweigert, nur noch Facebook Credits für die Bezahlung der in den Spielen benötigten "virtuellen Güter" zu akzeptieren. Zynga drohte sogar damit, Facebook zu verlassen, sammelte "extra aggressiv" die Mail-Adressen der Spieler und startete unter farmville.com eine Art Dependance außerhalb der Facebook-Grenzen.

Mit Zynga und Slide hat Google also nicht nur die Option, ein eigenes soziales Netzwerk mit Spielen zu bestücken. Die Suchmaschine hat mehr noch als das die Möglichkeit, sich bei Facebook und Co zu "bedienen". Die zweite Option, ein eigenes soziales Netzwerk mit einem Schwerpunkt auf Spielen zu starten, bleibt Google dann immer noch erhalten.

 

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