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05. August 2010
Posted in Internet News
Die in den verschiedenen Medien wiedergegebenen Darstellungen dieses Abkommens ähneln sich, was darauf schließen lässt, dass die anonymen Informanten die Blätter in ähnlicher Weise versorgt haben. Die beiden Unternehmen selbst geben so gut wie keine Kommentare zu den Berichten ab, doch sie werden die Reaktionen auf die kursierenden Meldungen als Lackmustest für die Reaktionen der Öffentlichkeit(en) ansehen können.
Inhaltlich soll es laut diesen Berichten um eine Vereinbarung gehen, die es Verizon zunächst einmal verbietet, bestimmten Traffic zu blockieren. Doch zugleich soll es Verizon gestattet sein, bestimmte Datenübertragungen bevorzugt zu behandeln, Traffic zu priorisieren - aber nur solange keine Anwender dadurch benachteiligt werden. Dabei soll sich diese Vereinbarung nur auf das Festnetz beziehen. Der mobile Datenverkehr bleibt von der Vereinbarung ausgespart, was für sich alleine schon einen Widerspruch zu den Forderungen der Befürworter eines neutralen Netzes darstellt, die beide Bereiche gleich behandelt sehen wollen.
Ganz allgemein würde eine Vereinbarung in dieser Form bedeuten, dass Google als der bisher vielleicht wichtigste Befürworter von Netzneutralität die Fronten gewechselt hat. Denn eine Bevorzugung bestimmter Traffic-Formen würde eindeutig zu dem befürchteten Zwei-Klassen-Netz führen, in dem das für die Anwender besonders wichtige Merkmal Geschwindigkeit durch Zusatzzahlungen der Online-Anbieter erreicht werden kann.
Doch bisher sind alle Informationen über diesen Deal noch reine Spekulation. Und selbst wenn die beiden Unternehmen die Inhalte der Vereinbarung bestätigen, so sind deren Auswirkungen zu relativieren. Ein Abkommen beider Seite würde zur Zeit gewissermaßen im rechtsfreien Raum stattfinden. Denn zu der jetzigen Situation kam es, nachdem der Kabelnetzbetreiber Comcast den Bit Torrent-Verkehr seiner Kunden behinderte und die FCC diese Behinderung untersagen wollte. Doch ein Gericht sprach der FCC die Berechtigung dazu ab und zur Zeit versucht die Behörde, diese unter Präsident Bush abgetretene Einflussmöglichkeit wieder zurückzuerobern.
Dazu wurde zu einem runden Tisch geladen, zu dem auch Verizon und Google gehören. Nach Angaben von Beobachtern verliefen die Verhandlungen bisher aber nur schleppend, was erklären könnte, warum Google und Verizon sich für separate Verhandlungen entschieden. "Mustercharakter" haben die Ergebnisse der Verhandlungen aber in keinster Weise und einige andere Teilnehmer der FCC-Verhandlungen haben sich sogar schon von dem angeblichen Agreement der Beiden distanziert.
Der FCC-Prozess, bei dem es um einen gemeinsamen Nenner aller beteiligten Parteien geht, bleibt von der privaten Vereinbarung ebenfalls unbenommen. Und je nachdem, welchen Ausgang der gesamte Prozess nimmt, könnte die Behörde in einigen Monaten den Deal sogar verbieten.
Zur Zeit jedenfalls handelt es sich bei der angeblichen Vereinbarung um einen Deal zwischen zwei großen Vertretern der Internet-Industrie. Das vorrangige Interesse der FCC aber muss es sein, auch beispielsweise die Interessen der Verbraucher zu berücksichtigen. Die saßen aber bei den Verhandlungen zwischen Google und Verizon vermutlich nicht mit am Tisch.
Wobei zusätzlich erwähnt werden muss, dass europäische Verbraucher die angebliche Vereinbarung ohnehin nicht zu fürchten brauchen. Hier will die Kommission in Sachen Netzneutralität ihr eigenes Süppchen kochen und ebenfalls zu Gesprächen aufrufen. Was nicht heißt, dass man in Brüssel nicht ein wenig über den Tellerrand schaut und die Entwicklung in den USA verfolgt. Etliche der Teilnehmer an den FCC-Gesprächen werden ohnehin auch an den EU-Gesprächen zu beteiligen sein.
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