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18. August 2010
Posted in Internet News
Diese Aussage fügt sich bestens zu einigen von Schmidts früheren Äußerungen, wie etwa dem Satz "Wenn es etwas gibt, von dem du nicht willst, dass andere etwas davon wissen, dann solltest du es vielleicht gar nicht erst tun". Der Google-Chef offenbart mit solchen Aussagen eine Menge über seine Vorstellung eines zukünftigen Google als auch über seine Vorstellung, welchen Weg die Gesellschaft als solche nehmen wird. Allerdings zeigt Schmidt mit solchen Äußerungen auch, dass er zur Übersimplifizierung neigt.
Bloggerin Danah Boyd schüttet sich über den zukünftig obligatorischen Namenswechsel beispielsweise aus. Sogar die in dieser Hinsicht eher liberalen USA haben das Verfahren der Namensänderung in den letzten Jahrzehnten zunehmend bürokratisiert und erschwert. Die Bloggerin selbst hat mit 18 Jahren einen Namenswechsel beantragt und das Verfahren erst mit 22 Jahren abgeschlossen.
Viele Nachweise müssen heute erbracht werden, um die Kontinuität zwischen der früheren und der neueren Identität zu gewährleisten. Kein Vertragspartner oder gar Gläubiger soll beispielsweise aufgrund eines Namenswechsels auf seine Ansprüche verzichten. Keine Strafe soll durch die Neubenennung vergessen werden. Und es scheint gerade angesichts der Sicherheitsproblematik absolut unwahrscheinlich, dass sich an dieser Situation in absehbarer Zukunft etwas ändert.
Doch die Sicherheitsproblematik grenzt Schmidt ausdrücklich aus, als ob es diese Dinge nicht gäbe. Was er mit solchen Aussagen bezwecken will, ist vielleicht eine Art Rechtfertigung der eigenen Firmenstrategie. Er will, dass die Menschen bedenkenlos ihr Leben im Internet (beziehungsweise gegenüber Google) offenlegen. Google soll der Heilbringer der Menschheit sein, der über alle Informationen seiner Benutzer verfügt und dieses Wissen gefahrlos benutzt, um dem Benutzer das Leben zu erleichtern.
Künstliche Intelligenz soll es ermöglichen, bei der Suche den Schritt "von der Syntax zur Semantik zu machen". Google wird nach Meinung Schmidts viele Jahre Marktführer darin sein, die Fragen des Anwenders sinngemäß richtig zu verstehen. Und vielleicht sogar darin, den Fragen des Benutzers zuvorzukommen. Im Grunde weitet Schmidt damit das Konzept des Werbe-Targeting extrem aus. So, wie Google mit der gezielten Textwerbung auf die Sucheingaben der Anwender reagierte und damit zum erfolgreichsten Internet-Unternehmen wurde, so sollen die gesammelten Informationen in der Zukunft dabei helfen, alles individuell an die Bedürfnisse der Benutzer anzupassen: Informationen, Werbung und selbst die darin beworbenen Artikel.
Ob das eine wünschenswerte Zukunft ist,
bleibt fraglich. Um es vereinfacht zu sagen, fühlen sich einige zwar von
den Kaufempfehlungen etwa bei Amazon bestens beraten. Doch zugleich
reagiert zumindest ein Teil der Verbraucher zunehmend auf mögliche
Verletzungen der Privatsphäre. Das zeigt gerade die doch sehr lebhafte und polarisierende Diskussion zum Thema "Google Street View".
Der Wechsel in die Informationsgesellschaft dringt (sehr) langsam in das Bewusstsein ein. Welches Konzept sich hinsichtlich des Konsums in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durchsetzen wird, ist dabei sicher eine extrem spannende Frage. Google wird dabei gewiss eine bedeutende Rolle spielen, auch wenn Schmidts Prognosen über die Identitäts-Häutung mit 18 eher ein Phantasieprodukt, oder gar ein Ablenkungsmanöver sind.
Doch wenn große und noch dazu internationale Unternehmen in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle spielen werden, dann kann dies nur mit dem Vertrauen der Verbraucher geschehen. So, wie man Vertrauen in einen "guten König" haben könnte, die vermutlich beste vorstellbare Regierungsform. Das Problem ist nur, man weiß im Vorhinein nie, welcher König gut und welcher ein Scheusal sein wird.
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