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Die Journalisten-Organisation "Reporter ohne Grenzen" sieht sich genötigt, ihre Kritik an den Wikileaks-Veröffentlichungen insofern zu korrigieren, als man sich nicht zum Gegner der Whistleblower Site, oder zum Befürworter der Zensur aufbauen lassen will. Man möchte sich gerade von Online-Zeitungen "keine Worte in den Mund legen lassen". Vielmehr "bestätigen wir unsere Unterstützung für Wikileaks, die Arbeit des Dienstes und seine Gründungsprinzipien".

Man kann dieses Statement vermutlich am ehesten so interpretieren, dass es auch den Reportern ohne Grenzen schwer fällt, eine wirklich eindeutige Einordnung der Ereignisse vorzunehmen. Die Offenlegung geheimer Dokumente und anderen Geheimnissen unterstützt man. Ebenso die Veröffentlichung von Dokumenten, die den Krieg in seiner ganzen Hässlichkeit zeigen. Doch zugleich sollen diese Dokumente nach journalistischen Maßstäben "entschärft" werden, um keine weiteren Menschenleben zu gefährden.

Das ist eine kaum zu erfüllende Forderung, denn sie scheitert schon an der Zahl der dafür nötigen Helfer. Wie soll Wikileaks auch zuverlässige Helfer für die Redaktion der Dokumente finden, wenn gerade die US-Regierung ihr Bestes tut, den Dienst zu kriminalisieren und seine Helfer zu bedrohen?

In diesem Zusammenhang ist durchaus auch erwähnenswert, wie die USA zur Zeit mit Bradley Mannings verfahren, dem 22 Jahre alten US-Soldaten, der mutmaßlich für die Veröffentlichung des Videos "kollateraler Mord" verantwortlich ist, sowie möglicherweise auch für die Weitergabe der "Afghanistan Logs" an Wikileaks. Manning befindet sich seit Mai in Haft und wartet zur Zeit in den USA auf seine Verhandlung vor einem Militärgericht. Wobei dem "Verräter" mehrere Jahrzehnte (bis zu 52 Jahre) Haft drohen. Die gerade erst entstandene Aktionsgruppe "Befreit Bradley!" (FreeBradley.org) behauptet sogar, dass Manning von allen Kontakten abgeschnitten wurde und nicht einmal mit seiner Familie sprechen darf.

Einen politischen Willen der US-Regierung, die letzten Jahre aufzuarbeiten und gerade die US-Aktionen im Irak und Afghanistan neu zu bewerten, lässt das nicht erkennen. Doch was will man auch erwarten? Die USA befinden sich schon wieder voll im Wahlkampf zu den Kongresswahlen ("Midterm Election") und der amtierende Präsident würde sich einem großen Teil der Bevölkerung (noch mehr) entfremden, wenn er dem Militär "in den Rücken fallen" würde.

Der schwule Soldat Manning, der sein Land verraten hat, ist für zu viele Interessengruppen ein Feindbild, als dass man ihn von höchster politischer Warte überhaupt beachten dürfte. Man überlässt das dem Militär, das für seine rigiden Verfahrensregeln bekannt ist, keine moralische Einordnung vornimmt, sondern sich nur um die Missachtung von Befehlen kümmert.

Wohl aus ähnlichem Grund darf auch Wikileaks von Seiten der USA nur mit einer Null-Toleranz-Politik rechnen. Doch genau darin sieht die Organisation nicht nur ihre Existenzberechtigung, sondern sogar eine Verpflichtung, der selbst gestellten Aufgabe treu zu bleiben.

 

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