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Das von der indischen Regierung gestellte Ultimatum an Research in Motion läuft aus und das Innenministerium veröffentlicht eine Pressemitteilung, die man als Erfolgsmeldung für die indischen Ermittlungsbehörden interpretieren kann - aber nicht muss.

Geheimnisvoll heißt es in der ansonsten knappen Mitteilung, RIM habe verschiedene Vorschläge für den gesetzlich geregelten Zugang für die Ermittlungsbehörden gemacht und diese Vorschläge werde man umgehend umsetzen. Die Praktikabilität dieser Lösungen werde man später einschätzen - 60 Tage nach dem Tag des Ultimatums (31.8.2010), um genau zu sein, denn bis dahin das Ministerium für Telekommunikation seinen Bericht zur Situation eingereicht haben.

Was nebenbei gesagt keine Ankündigung der Veröffentlichung dieses Berichts bedeutet. Man fragt sich daher, ob die heutige Mitteilung nun wirklich als Niederlage von RIM zu sehen ist. Oder ob die Pressemitteilung nicht einfach bedeutet, dass das indische Ultimatum folgenlos verstrichen ist, weil sich RIM hartnäckig geweigert hat, auf die Forderungen der Regierung nach entschlüsseltem Zugang zum "Blackberry Enterprise Service" (BES) sowie zum "Blackberry Messenger Service" (BMS) einzugehen?

Das jedenfalls hat RIM unbeirrt während der letzten Wochen verlautbart, während die internationale Presse regelmäßig von einem "Einknicken" des Blackberry-Herstellers zu berichten wusste. Auch jetzt ist mit solchen Berichten wieder zu rechnen, nachdem beispielsweise Reuters die indische Pressemitteilung so interpretiert: "Blackberry-Hersteller RIM wird Indien ab dem 1.September  Zugang zu geschützten Daten geben". Doch es gibt keine Anzeichen, dass RIM diesen Wunsch der Regierung erfüllt hat.

 

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