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31. August 2010
Zuletzt hatte AP Anfang des Jahres mit einem Ende der Zusammenarbeit gedroht, dann aber doch in eine Art Waffenstillstand eingewilligt. Dabei war AP eine der ersten Agenturen (nach AFP), die vor fünf Jahren Gebühren von Google forderte. Auch von Seiten der Zeitungen werden immer wieder solche Forderungen gestellt. Doch bei Nachrichtenagenturen, die ihre Inhalte den Zeitungen kostenpflichtig als Nachrichtengrundlage für den Mantelteil, beziehungsweise als Zweitverwertung anbieten, stellt sich die Situation nochmals schwieriger dar.
Wenn beispielsweise AP-News kostenlos bei Google zu finden sind, dann ist das nachteilig für die Beziehung der Agentur zu ihren Kunden, den Zeitungen. Umgekehrt ist es für AP problematisch, wenn AP-Meldungen via Google News bei den Zeitungen gefunden werden. Wo sollte der Vorteil für AP bei diesem Modell liegen?
Doch das Journalisten-Blog "Nieman Journalism Lab" hält es für denkbar, dass bei beiden Seiten ein grundsätzliches Umdenken stattgefunden hat. Man hält es sogar für möglich, dass es bei dem neuen Vertrag nicht um eine einfache Fortsetzung eines zuvor ausgesetzten Vertrages geht, sondern um die Entstehung eines "Wir"-Gefühls zwischen Google und der Nachrichtenagentur. Wenn das so ist, muss sich der Beobachter fragen, wo bei diesem Wir-Gefühl eigentlich die Zeitungen bleiben.
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