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Ein "internes Dokument" von Google, das (wie auch immer) in den Besitz von AdAge gekommen ist, gibt einen kleinen Einblick in die Kommunikationsstrategie, die BP nach dem Unglück auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko einschlagen musste. Praktisch aus dem Stand heraus wurde der Ölkonzern zu einem der Top-Werbekunden der Suchmaschine.

Insgesamt 100 Millionen Dollar musste BP nach dem Unglück beispielsweise für TV-Werbespots ausgeben, um das ramponierte Image wieder etwas aufzupolieren. Éine gigantische Summe, auch wenn beispielsweise bei Microsoft-Kampagnen für neue Produkte (z.B. Windows Phone 7) ein Vielfaches dieser Summe aufgewandt werden muss.

Doch es scheint besonders interessant, wie schnell BP sich von einem eher kleinen Google-Kunden zu einem der Top-Werbepartner entwickelte. Vor dem Unglück zahlte BP etwa 57.000 Dollar pro Monat an Google für Werbung. Alleine im Juni waren es dann schon 3,6 Millionen Dollar. Wobei diese Steigerung sicher auch als Reaktion auf die Entwicklung bei der Suchmaschinen-Nutzung zu sehen ist: Nach dem Unglück haben mehr Menschen nach BP gesucht, um sich über das Unglück zu informieren. Gleichzeitig werden verstärkt auch andere Unternehmen den Trigger "BP" gebucht haben, um für eigene Zwecke zu werben. Was unterm Strich zu einer Steigerung der Kosten geführt haben dürfte.

So oder so wurde BP schließlich zum sechstgrößten Werbepartner der Suchmaschine. Doch diese Rolle wird der Ölkonzern sicher nicht lange halten. Andere Firmen wie das Mobilfunkunternehmen AT&T Mobility (8,1 Mio. Dollar), der Bildungskonzern Apollo Group (6,7 Mio. Dollar), das Reisebüro Expedia (6,0 Mio. Dollar) sowie die üblichen Verdächtigen Amazon (5,9 Mio. Dollar) und eBay (4,3 Mio. Dollar) haben einen eher kontinuierlichen Bedarf an Suchmaschinen-Werbung. Sie werden bald wieder unter sich sein.

 

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