Preispiraten Preispiraten 6.5 - der intelligente Preisvergleich!

Noch bequemer geht es nicht: Suchen Sie nach Online-Auktionen in 18 Ländern. Wir erinnern Sie per Mail oder SMS, wenn der Hammer fällt. Für den perfekten Preisvergleich suchen die Piraten zusätzlich in über 10.000 Shops nach den günstigsten Angeboten. Mit Google Maps zeigen Ihnen die Piraten, wo ihr Schnäppchen zum Verkauf steht. Dazu gibt es Testberichte und weitere Hilfen. Auch für Ihre nächste Urlaubsreise!

Testen Sie selbst auf preispiraten.de ! Selbstverständlich kostenlos.

 

Es häufen sich Berichte über interne Unzufriedenheiten bei Wikileaks, über Versuche, den Sprecher der Organisation, Julian Assange, zu "entmachten". Ganz harte Worte findet ein "Insider" bei Cryptome.org, der Julian Assange als geldgierigen Gauner darstellt. Doch wem will man glauben, wo doch Wikileaks sich noch geheimnisvoller gibt als die Geheimdienste, die der Whistleblower-Dienst bloßstellen will?

So ist beispielsweise nicht einmal bekannt, wer wirklich hinter Wikileaks steht. Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich Assange in den Medien regelmäßig als "Wikileaks-Gründer" bezeichnet wird, obwohl weder er noch eine andere Person aus dem direkten Wikileaks-Umfeld das je öffentlich behauptet haben. Assange selbst hat sich in der Vergangenheit als Mitglied des "Advisory Board" bezeichnet und sein Name erscheint folgerichtig auch auf der von Wikileaks veröffentlichten Liste des Beirats. Allerdings scheinen einige der anderen Mitglieder des Beirats nicht so sicher, wieso ihr Name dort auftaucht und einige streiten sogar rundweg ab, Mitglied des Advisory Board zu sein (vgl. Mother Jones).

Unter diesen Bedingungen ist es schwer, den Bericht etwa der Newsweek einzuordnen, der sich im Grunde auf zwei namentlich nicht genannte Personen bezieht, die sich mit der internen Politik bei Wikileaks auskennen sollen. Laut diesen Quellen gibt es bereits konkrete Versuche, die Bedeutung der Rolle Assanges zu reduzieren. Der in den letzten Wochen mehrfach wegen "planmäßiger Arbeiten" ("scheduled maintenance") nicht erreichbare Rechner der Organisation sei ein Hinweis auf diese Versuche.

Dabei sollen sich die Wikileaks-Insider beispielsweise auch daran stören, wie Assange das Twitter-Konto der Organisation für eigene Zwecke nutzt. Gemeint ist, dass der Australier die Vergewaltigungsvorwürfe der beiden schwedischen Frauen in einem Tweet als "schmutzige Tricks" bezeichnete. Wobei sich dann selbstverständlich die Frage aufdrängt, ob nicht auch diese Behauptungen der Newsweek einfach nur "schmutzige Tricks" sein könnten. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Organisation, die sich mit der Arbeit der internationalen Geheimdienste beschäftigt und selbst als undurchsichtig bezeichnet werden muss, solche Verschwörungstheorien geradezu heraufbeschwört.

Allerdings sieht sich Wikileaks, beziehungsweise Assange nicht nur von dunklen Mächten wie dem Geheimdienst NSA bedroht. Schon vor den Anzeigen in Schweden hat sich der Architekt Paul Young sehr kritisch mit Wikileaks und dem Sprecher der Organisation auseinandergesetzt. Young selbst ist Betreiber der Site Cryptome.org, die schon lange vor Wikileaks im Grunde sehr ähnliche Funktionen wie die Whistleblower-Site wahrgenommen hat. Young war es auch, der im Jahr 2007 Dokumente einer geheimen Mailing-Liste veröffentlichte, in der es um die Gründung von Wikileaks geht. Laut diesen Mails war Young selbst an der Gründung von Wikileaks beteiligt.

Überhaupt scheint er viele Details der Organisation und der beteiligten Personen zu kennen. Doch heute zeigt er sich wie gesagt sehr kritisch, wenn es um Wikileaks geht. Auch Young hat Informationen von "Insidern" über Wikileaks und veröffentlicht sie wie gewohnt im Volltext - selbst wenn er sie selbst für mögliche Fälschungen hält. Das gilt beispielsweise für ein am Samstag veröffentlichtes Schreiben, in dem es wörtlich heißt, "Assange mag alles möglich sein, aber ein Sexmonster ("sexual predator") ist er ganz sicher nicht".

Dafür aber wirft das Schreiben Assange andere Dinge vor: "Der Grad an Autorität, den Assange innerhalb Wikileaks hat, nimmt einem die Luft weg. Assange . Assange prahlt offen 'Er (Assange) ist Wikileaks", und dass ohne ihn nichts funktionieren kann". Über die Veröffentlichung der ominösen Datei "Insurance" entscheide nur er. Beziehungsweise er und ein Journalist des britischen Guardian, der ebenfalls schon bei der Veröffentlichung der Afghanistan Logs maßgeblich beteiligt war. Doch Assange bestimme den Zeitpunkt der Veröffentlichung und werde diesen so lange als möglich hinauszögern, um noch mehr Spenden für Wikileaks sammeln zu können.

"Die 'Insider' hier bei Wikileaks glauben fest daran, dass Julian Assange kein Vergewaltiger ist. Wie auch immer so glauben wir doch, dass Assange ein Gauner ist, der Gebermittel veruntreut, um sich einen internationalen Lebensstil nach Austin Powers-Manier zu finanzieren. Assanges charakterliche Fehler werden ihn schließlich zu Fall bringen, unglücklicherweise wird er Wikileaks mit sich reißen".

Das ist starker Tobak - und man muss noch einmal darauf hinweisen, dass es sich um die Angaben einer namentlich nicht genannten Person handelt, deren Glaubwürdigkeit Young bezweifelt. Doch Youngs Kritik richtet sich schon seit einiger Zeit auf die undurchsichtige finanzielle Seite von Wikileaks.

Nach dem anonymen Posting muss man von Spenden ausgehen, die bereits die Millionengrenze (Dollar) überschritten haben. Glücklicherweise kann man zumindest hinsichtlich der Wikileaks-Spenden an die Wau Holland-Stiftung sicher sein, dass alles "seine Ordnung" hat. Denn die deutschen Stiftungsgesetze sind streng und alle Mittel, die Wikileaks von der Stiftung bezieht, müssen nachgewiesen werden.

Laut einem Interview (Freitag.de) vom 13. Juli waren es so auch gerade 30.000 Euro, die für nachgewiesene Reisekosten, Hardware und Datenleitungen gezahlt wurden. Einen Austin Power-Lebensstil kann man so sicher nicht finanzieren. Bei Spenden, die via Paypal oder Flattr fließen, ist es schon allerdings etwas schwieriger mit der Transparenz. Wer an Wikileaks spenden will und dabei auf der sicheren Seite bleiben möchte, ist bei der Stiftung also am besten aufgehoben.

 

Links:



Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.

am häufigsten aufgerufen...