Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
09. September 2010
Posted in Internet News
Zu diesem Ergebnis kommt Apple-Beobachter John Gruber (Daring Fireball), der die sonst nur eingetragenen iOS-Entwicklern zugänglichen Dokumente in seinem Blog gegenüberstellt und analysiert. Im Lizenzabkommen werden drei Sektionen geändert, wobei in Sektion 3.3.1 der Passus ersatzlos entfällt, der unter anderem spezielle Programmiersprachen vorschreibt und unterm Strich den Einsatz des Cross-Compilers von Adobe untersagte. Die bisher verbotenen Flash-Anwendungen müsste damit nun genehmigt sein.
Absatz 3.3.2 wurde im Wesentlichen verkürzt, verbietet jetzt aber ausdrücklich den Download von ausführbarem Code. Die Änderungen und Kürzungen in Absatz 3.3.9 wiederum sind als Wegfall des Verbots von Google Admob zu sehen (Verbot der Sammlung von Anwenderdaten). Google darf nun also sein eigenes, mobiles Werbenetz in die Apps integrieren.
Die außerdem jetzt in geschriebener Form vorliegenden Richtlinien der "Review Guidelines" bezeichnet Gruber als so salopp verfasst, dass sie aus der Hand von Steve Jobs persönlich stammen könnten. Die Guidelines beginnen mit folgender Bullet List:
- Wir haben über 250.000 Apps im App Store. Wir brauchen keine weiteren Furz-Apps.
- Wenn deine App nichts Nützliches macht oder keine Form der anhaltenden Unterhaltung bietet, wird sie möglicherweise nicht angenommen.
- Wenn deine App aussieht, als sei sie in ein paar Tagen
zusammengeschustert worden, oder als ob du versuchst, deine ersten
Übungen in den Store zu bringen, um deine Freunde zu beeindrucken, dann
bereite dich auf eine Ablehnung vor. Wir haben eine Menge ernsthafter
Entwickler, die ihre Qualitäts-Apps nicht in einer Amateur-Umgebung
sehen wollen.
- Wir werden Apps abweisen, von denen wir glauben, dass sie Grenze überschreiten. Was für eine Linie fragst du? Nun, ein Richter des Supreme Court hat es mal so ausgedrückt: 'Ich weiß es, wenn ich es sehe'. Und wir denken, wir werden es auch wissen, wenn du sie überschreitest.
- Wenn deine App abgewiesen wurde, haben wir eine Berufungsinstanz an die du dich wenden kannst. Wenn du zur Presse rennst und uns anschwärzt, dann hilft das gar nicht".
Wirklich konkret sind diese und weitere Punkte der Richtlinien zwar auch nicht gerade. Doch sie scheinen immerhin griffiger und nachvollziehbarer als die bisherigen Regeln, die sich nur aus Versuch und Irrtum ergaben. Das betrifft etwa den Punkt, dass aggressive, beziehungsweise offensive und "bös gemeinte" Inhalte ausgesperrt werden, dass aber "professionelle politische Satire und Spaßmacher" von diesem Verbot ausgenommen sind.
Wie sich ihre Auslegung
in der Praxis gestaltet, bleibt die große Frage. Denn sich ständig
ändernde Regeln oder gar die Löschung bereits etablierter Apps aufgrund
neuer Richtlinien wird das Vertrauen der Entwickler weiter belasten. Die
mit den neuen Regeln einhergehende Lockerung wird jedenfalls erst
einmal für eine Entspannung sorgen.
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