24. September 2010
Posted in Internet News
Das Technik-Blog Royal Pingdom macht seinem Ärger über den zunehmenden Redirect-Wahn Luft. Wurde es vor Jahren noch kritisch beäugt, wenn Web Sites per Redirect kontrollieren, wer welchem Link folgt, so ist es inzwischen gängiger Standard. Erst recht, nachdem Micro-Blogging-Dienste wie Twitter mit gekürzten Links arbeiten. Inzwischen gibt es keine Google-Suche mehr ohne Redirect-Ergebnisse, bei Yahoo und Bing ist es ähnlich. Doch jetzt hat Twitter angekündigt, dass bis zum Jahresende alle angegebenen Links über Twitters eigenen URL-Shortener t.co gejagt werden. Das heißt, ein bei Twitter eingegebener Link, der bereits mit shorl.com oder goo.gl gekürzt wurde, wird jetzt noch einmal von t.co verarbeitet. Jeder Link wird damit zu einem Verkürzer-Pingpong und dieses Spiel kann endlos weiter getrieben werden. Die Zahl der Dienste steigt dabei immer weiter, bald wird beispielsweise auch McAf.ee kurze URLs produzieren. Doch je mehr starten, umso größer wird die Gefahr, dass andere Dienste den Betrieb aufgeben. Bei allen Ketten, auch bei Link-Ketten, gilt aber das unumstößliche Prinzip, dass nur ein Glied reißen muss, um sie zu zerstören.
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