06. Oktober 2010
Posted in Internet News
Ein Spammer aus Montreal wurde von einem kalifornischen Gericht zu einer Geldstrafe von knapp über einer Milliarde Dollar verurteilt. Das entspricht etwa 761 Millionen Euro. Die extrem hohe Summe kommt dadurch zustande, dass der Mann über vier Millionen Spam-Botschaften auf den Pinnwänden von Facebook-Konten hinterlassen hat. Dies wiederum erreichte er durch Phishing-Angriffe, bei denen er sich Zugang zu Facebook-Konten verschaffte, um darüber die Werbung abzusetzen. Für jede Spam-Botschaft wurde der Täter zu 100 Dollar Strafe verurteilt. Hinzu kommen Schadensersatzforderungen Facebooks mit Strafcharakter ("punitive Damages"). Der Angriff soll nach Angaben Facebooks bisher beispiellos sein. Dass der Täter aber für seine Taten wirklich zur Verantwortung gezogen wird, scheint fraglich. Die geforderte Summe wird er vermutlich nicht einmal ansatzweise zahlen müssen, da sein Unternehmen trotz hoher Einnahmen insolvent ist. Reuig zeigt sich der Kanadier ebenfalls nicht. Er meinte vor Gericht, Spam sei nur eine kleine Belästigung. Ein Ärgernis, das man mit einem Druck auf die Löschtaste beseitigen kann, "dafür sind Tastaturen da". Es scheint daher nicht unwahrscheinlich, dass der Mann bald wieder in Sachen Spam aktiv wird. Auch wenn es ihm unter Androhung weiterer Strafen verboten wurde, ein Facebook-Konto einzurichten.
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