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Nach Darstellung der Business Week ist Google nicht nur in technologischer Hinsicht ein Musterknabe. Die Suchmaschine spielt auch in der Oberliga, wenn es um die Vermeidung von Steuern geht.

Gemeint sind dabei in erster Linie die Steuern auf Einnahmen außerhalb der USA, die also nicht bei der US-Steuerbehörde IRS, sondern bei den Finanzämtern anderer Länder abzuführen wären - wenn Google sie nicht vermeiden würde. Ein nicht untypisches Verhalten für international agierende US-Unternehmen, meint die Business Week. Apple, Oracle, Microsoft und IBM - neben Google die fünf größten IT-Unternehmen - haben in den Jahren 2007 bis 2009 zwischen 4,5% und 25,8% an Steuern für ihre ausländischen Niederlassungen gezahlt. Google dagegen zahlt seit 2007 nur 2,4% Steuern.

Möglich wird das nur Dank legaler steuerlicher Tricks. So werden erst einmal 88% der Einnahmen außerhalb der USA der Niederlassung in Dublin zugeschrieben. Doch von dort wird das Geld über den Umweg Niederlande auf die Bermuda-Inseln transferiert, wo gar keine Einkommenssteuer für Unternehmen anfällt. Die Google Netherlands Holding ist dabei eine Art Briefkastenfirma, denn sie hat keinen einzigen Mitarbeiter. Doch diese leere Unternehmenshülle genügt, um das Geld zu transferieren, was in Irland aus rechtlichen Gründen nicht möglich wäre.

Der Empfänger auf den Bermudas ist wiederum ein irisches Unternehmen, weshalb das Verfahren auch als "Double Irish" bezeichnet wird. Doch egal, wie man es nennt, es hilft der Niederlassung in Dublin dabei, weniger als 1% der Einnahmen als Gewinn vor Steuern deklarieren zu müssen. Wobei man bei der IRS das Vorgehen durchaus auch mit Unbehagen beobachtet. Denn die auf den Bermudas nicht versteuerten Einnahmen aus Dublin müssen auch in den USA nicht versteuert werden.

Für die IRS von Interesse ist allerdings das "Transfer Pricing", also der Verrechnungspreis, den Google in Irland für die Nutzung der in den USA entwickelten Technologie zahlen müsste. Doch auch hier scheint Google Wege gefunden zu haben, nur einen recht geringen Betrag zu versteuern. Ein Vorgehen, das die Business Week insgesamt als moralisch fragwürdig darstellt, doch die IRS hat die Verrechnungspreise geprüft und akzeptiert. Moralische Maßstäbe werden von der Behörde dabei nicht angelegt, das ist auch nicht ihre Aufgabe.

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