Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
18. November 2010
Posted in Internet News
Mark Stephens, der Rechtsvertreter von Wikileaks-Sprecher Julian Assange in Großbritannien, wendet sich in einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. Seine Absicht ist es wohl, möglichen Schritten der schwedischen Staatsanwältin Marianne Ny zuvorzukommen. Konkret wird befürchtet, dass Ny gegen Assange einen Haftbefehl ausstellen möchte, um diesen mit Hilfe der britischen Polizei zu einer Rückkehr nach Schweden zu zwingen, um ihn dort zu vernehmen.
Wie es zu diesem Verdacht kommt, lässt das Schreiben offen. Fast schon im Widerspruch zu diesen Befürchtungen steht die Darstellung, dass die Staatsanwältin bisher jede Einvernahme Assanges absichtlich vermieden hat. Der Wikileaks-Sprecher sieht sich dem Vorwurf der Vergewaltigung ausgesetzt, obwohl selbst die beiden "Opfer" laut Medienberichten diese Behauptung relativiert haben. Assange stellt den Vorfall laut einem weiteren Schreiben seines schwedischen Rechtsbeistandes ganz anders dar. Es hat sich demnach um Streitigkeiten gehandelt, zu denen es nach sexuellen Handlungen kam, die wiederum von beiden Seiten absichtlich und willentlich herbeigeführt worden waren.
Was genau geschehen ist, sollte die schwedische Staatsanwaltschaft klären - möchte man meinen. Doch laut Assange und seinen Anwälten hat noch kein schwedischer Staatsanwalt und auch noch kein Polizist eine Vernehmung des mutmaßlichen Täters vorgenommen. Er habe bisher noch nicht einmal offiziell (d.h. in schriftlicher Form) von den Vorwürfen Kenntnis erhalten. Alles, was Assange wisse, habe er aus den Massenmedien erfahren.
Mehrfach habe er in den letzten Monaten angeboten, persönlich, fernmündlich, per Videokonferenz oder als Erklärung an Eides statt eine Aussage zu machen. Das sowohl vor der - staatsanwaltlich genehmigten - Abreise aus Schweden als auch danach. Doch die Staatsanwältin habe das aus den verschiedensten Gründen immer abgelehnt.
Trotzdem fürchtet Assange nun wohl, dass Staatsanwältin Ny mit britischer Unterstützung nach Schweden zurückholen möchte. Wobei in der Pressemitteilung der Verdacht aufgebaut wird, dass das sonderbare Verhalten der Staatsanwältin damit zu tun haben könnte, dass der politisch aktive Anwalt Claes Borgström die Vertretung der beiden Frauen übernommen hat.
Nachdem der Sozialdemokrat diese Rolle übernommen hat, sei Ny erst mit dem Fall betraut worden. Und seither habe sie nichts getan, um diesen Fall voranzubringen. Sie habe stattdessen nur geduldet, dass die Presse Assange ständig mit dem Vorwurf der Vergewaltigung in Verbindung bringt und seinen Ruf beschädigt.
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