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Rupert Murdoch gibt sich keinesfalls geschlagen. Auch wenn sein Umstieg auf eine kostenpflichtige Ausgabe der Times sowie der Sunday Times nur bedingt als Erfolg zu bezeichnen ist, steckt Murdoch nicht auf. Stattdessen kündigt er eine Tageszeitung an, die nur online erscheinen soll und zwar vorerst nur auf Apples iPad.

Anfang nächsten Jahres soll Murdochs "The Daily" erstmals erscheinen, erstellt von 100 Mitarbeitern und finanziert mit 30 Millionen Dollar. Da es das neue Online-Blatt noch gar nicht gibt, fällt es auch schwer, inhaltliche Kritik an diesem Vorhaben zu üben. Doch die Einordnung des Projekts in die bisherige Online-Vita des Medien-Tycoons ist möglich und gerade das macht es schwer, dem Vorhaben Erfolg zu prognostizieren.

Zunächst einmal bemängelt schon die New York Times die für eine Vollredaktion doch geringe Zahl an Mitarbeitern. Um mit einer online-only Zeitung den Markt zu erobern, sollte man schon etwas mehr Engagement erwarten. Murdochs News Corp. muss aber auch die Kosten im Blick behalten, denn wie hoch können die Einnahmen bei einem Produkt sein, das nur auf dem iPad zu beziehen is? Einem Gerät also, das gerade erst auf dem Markt eingeführt wurde, und dessen Verkaufserfolg zuletzt die Börse enttäuschte.

Im ersten vollen Quartal seit dem Verkaufsstart wurden 4,1 Millionen iPad-Geräte verkauft. Murdoch aber glaubt an 40 Millionen verkaufte iPads bis Ende 2011, was einige, aber nicht alle Marktforscher prognostiziert haben. Auf dieser Grundlage meint der Guardian, dass schon 5% Daily-Abonnenten mit 2 Millionen zahlenden Kunden gleichzusetzen wären. Die sollen mit 99 Dollar-Cent wöchentlich zur Kasse gebeten werden.

Auch Dagobert Duck ließe sich von diesen Zahlen überzeugen, denn 104 Millionen Dollar Jahreseinnahmen bei nur 30 Millionen Investitionen lassen sich sehen. Das Problem ist nur, es gibt bisher noch nicht so viele iPads und es wird sie möglicherweise auch im nächsten Jahr noch nicht geben. Zumal andere Hersteller auch eigene Tablets auf den Markt bringen wollen.

Außerdem ist es durchaus fraglich, wie viele der iPad-Besitzer überhaupt Interesse am Bezug von Murdochs Zeitung Interesse haben. Schließlich ist das iPad nicht auf den englischsprachigen Markt beschränkt, doch Murdochs Daily wird absehbar nur den englischsprachigen Markt bedienen.

Auch die generelle Kaufbereitschaft ist eine große Unbekannte: Bei seinem bisher größten Paywall-Experiment konnte Murdoch nicht überzeugen. Selbst laut einer erkennbar schöngerechneten Statistik hat die britische Times gerade 105.000 zahlende Kunden erlebt - viele davon haben ein billiges Probe-Abo erworben. Wie viele der 105.000 zahlenden Leser ein echtes Abo erworben haben, traut sich der Verlag gar erst gar nicht anzugeben.

So kommt man zu dem Ergebnis, dass Murdochs Vorhaben als sehr optimistisch bezeichnet werden muss. Doch vielleicht beabsichtigt der 79jährige auch einfach nur eine Signalwirkung für die anderen Verleger. Denn eigentlich hat Murdoch zum Verleger-Dschihad aufgerufen, um es den ganzen Schmarotzern des World Wide Web zu zeigen.

Google News und andere "Diebe" lassen das Geschäft mit den Online-Zeitungen gar nicht erst entstehen. Beim Apple iPad allerdings stellt sich die Situation für Murdoch anders dar. Dort können bei den Content-Anwendungen keine Texte mehr gemopst werden und es gibt keine Google News, denen man link-technisch ausgeliefert ist.

Stattdessen gibt es bei den iPad Apps ein ganz einfaches Geschäftsmodell, das Murdoch aufs Beste vertraut ist: Wenn Du eine Zeitung lesen willst, dann kauf sie dir! Darauf setzt der Medien-Zar und hofft, dass andere Verleger es ihm nachmachen. Doch auch die werden erst einmal abwarten, wie denn die iPad-Besitzer auf das Angebot reagieren.Und wenn ihnen gefällt, was sie sehen, dann werden sie eigene Produkte auf den Markt bringen, die mit der Daily konkurrieren.

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