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Der als Erfinder des World Wide Web geltende Tim Berners-Lee landet im Wissenschaftsmagazin einen Rundumschlag gegen all jene, die in irgend einer Form das Web fragmentieren und vereinnahmen wollen. Die Liste der Kritisierten ist lang. Sie reicht von den Telekom-Unternehmen über die sozialen Netzwerke bis hin zu Apples iTunes Store.

All diese Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Prinzip der Universität des World Wide Web missachten. Die Telefongesellschaften, Netzbetreiber und Kabelanbieter beispielsweise dadurch, dass sie es für angebracht halten, den Datenverkehr zu diskriminieren. So beabsichtigen es einige Netzbetreiber, die Daten einzelner großer Anbieter nur gegen Zusatzzahlungen zum Anwender zu transportieren. Das Argument ist es, dass diese WWW-Anbieter (z.B. Videodienste wie YouTube) zu viel Bandbreite verbrauchen und damit Mehrkosten verursachen. Doch das Ziel dieser Logik ist klar erkennbar: Am Ende müssen all jene einen Aufschlag zahlen, die nicht beim Datentransport benachteiligt werden möchten.

Eine andere Spielart dieses Zweiklassen-Netzes findet man bei Kabelanbietern, die gerne ihre eigenen Filme und Unterhaltungsangebote via TCP/IP zum Kunden bringen wollen, aber hinsichtlich der restlichen Web-Nutzung (und anderer Filmanbieter) keine Geschwindigkeitsprobleme sehen.

Aber es geht nicht nur Geschwindigkeit und Zwangszölle, sondern auch um die Abschirmung von Daten. Facebook als größtes soziales Netzwerk des Internet schirmt die ihm freiwillig überlassenen Daten der Anwender von anderen ab, als ob sie dem Unternehmen selbst gehören würden. Und Apple lässt seine Kunden Musik und Filme nur über ein System einkaufen, das es ohne das Web nicht gäbe, das aber über das Web nicht erreichbar ist. Erst eine proprietäre Software macht den Zugang möglich.

Bei all diesen Beispielen ist eine Tendenz zur Vereinnahmung erkennbar. Die Netzbetreiber möchten bestimmen, wer im Web "in" und wer "out" ist. Wenn es nach Facebook ginge, bräuchten die Anwender ebenfalls kein Web mehr, denn alles was sie brauchen, finden sie auf den Facebook-Seiten. Und bei Apple ist es ohnehin klar, dass man im Web nur eine Art unaufgeräumte Schutthalde sieht, in dem es vor Pornoratten nur so wimmelt.

Aber alle genannten Beispiele profitierten von den offenen Standards des Web beziehungsweise des Internet. Ohne diese Offenheit und die universelle Nutzbarkeit gäbe es keine Internet-Provider, keine sozialen Netzwerke und keine Luxus-Geräte mit proprietärem Shop. Es stünde also allen an, diese Prinzipien auch weiterhin hochzuhalten. Doch der Anreiz, in der Online-Welt Grenzen zu ziehen, ist zugegeben groß.

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