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Das PC-Magazin PCMag veröffentlichte im Oktober einen Artikel, in dem es um P2P-Software beziehungsweise um vergleichbare Websites ging: "LimeWire ist tot: Was sind die Alternativen?" Kein Enthüllungsbericht, eher ein Hinweis auf das für viele Leser weidlich Bekannte. Doch der Verband der US-Musikindustrie RIAA nahm das Schreiben zum Anlass, um sich bei der Verlagsleitung schriftlich zu beschweren. Die Zeitschrift verleite ihre Leser dazu, die Rechteinhaber zu bestehlen.

In dem Beitrag werden als Limewire-Alternativen Frostwire, Vuze, μTorrent, Shareaza, Ares und Rapidshare genannt. Ein bunter Griff in die Vielzahl der Möglichkeiten also, Dateien im Internet mit anderen Anwendern zu tauschen, sie zu verbreiten.

Der Beitrag enthält in mindestens einem Fall (Shareaza) eine Warnung, dass sich hinter der gleich lautenden Domain der Software ein Angreifer verbirgt, "der dich zum Download von Software bringen will, die du nicht möchtest". Im Fall des Bit Torrent Clients μTorrent wird erwähnt, dass dort ein neues Programm aufgelegt wurde, mit dem Musiker und Filmemacher ihre Werbe ihre Werke bewerben können. Auch bei den anderen beschriebenen Limewire-Alternativen werden einige Details zur Software, zur Handhabung, oder zur Eignung für "Novizen" gegeben.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass Leser, die zuvor den inzwischen eingestellten Dienst von LimeWire benutzten, dem Artikel wenig Neues entnehmen konnten. Dennoch beschweren sich der Musikverband samt 17 ihrer namentlich genannten führenden Vertreter bitterlich über den Beitrag. Man sei zutiefst enttäuscht, denn der Text sei nichts weiteres als eine Anleitung für die fortgesetzte Musikpiraterie. Man vermischt dabei die Kritik an diesem Beitrag mit der an einem früheren Beitrag der PCWorld, einer weiteren Ziff Davis Publikation. Dort ging es auch um das Ende von Limewire, es wurde allerdings eine "Piraten-Ausgabe" des Limewire-Client beschrieben. Der Autor des Beitrags schreibt: "Ich habe die Limewire Piraten-Ausgabe für *räusper* Forschungszwecke geladen und kann berichten, dass sie sehr schön zu funktionieren scheint. Für den Fall, dass du selbst auch etwas Forschung betreiben möchtest, kannst du den Client hier laden (direkter Link)".

Dieser augenzwinkernde, aber zugleich mehr als eindeutige Hinweis auf die nicht legale Nutzung des Limewire-Client ist es wahrscheinlich, der die RIAA-Verantwortlichen zu diesem Schreiben getrieben hat. Eine derartige Bagatellisierung des Themas in den Medien scheint auch nicht angebracht, wenn man bedenkt, in welche Gefahr unbedarfte Ziff Davis-Leser durch solche Texte gebracht werden können. Denn die verharmlosende Darstellung geht im Widerspruch zu den Klagen der RIAA-Mitglieder, die kein Erbarmen mit Piraten kennen und bereit sind, Unsummen aus ihnen herauszuquetschen, Existenzen zu zerstören.

Im Fall des erstgenannten Beitrags scheint die RIAA-Kritik dagegen unangemessen. Sie greift in die journalistische Freiheit ein, wenn sie verlangt, dass neben den Piraten-Werkzeugen auch legale, das heißt kommerzielle Alternativen erwähnt werden sollten. Doch es ist wohl ein Merkmal dieser Interessengruppe, sich im Einfordern ihrer Schutzrechte maßlos zu gebärden. Wenn es nach dem Verband ginge, sollte die Berichterstattung über Piraten-Software ohnehin am Besten gänzlich eingestellt werden. Es würde vollauf genügen, wenn der mündige Bürger in den Medien nur noch erfahren würde, wo und für was er sein Geld auszugeben hat.

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