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03. Dezember 2010
Posted in Internet News
Google zeigt sich seiner Position als Marktführer im Bereich der Suchmaschinen sowie der Video-Websites voll bewusst und kündigt an, in mehrfacher Hinsicht die Wahrung des Urheberrechts noch strenger zu kontrollieren. Denn bei einem Unternehmen von der Größe Googles achten die Rechteinhaber, Wettbewerbshüter und auch die Politik strenger darauf, dass es zu keiner Vernachlässigung der Schutzfunktionen kommt.
Zu diesem Zweck soll beispielsweise sichergestellt werden, dass auf eine "DMCA Takedown Notification" (Unterlassungsforderung auf Grundlage des US-Urheberrechtsgesetzes) durchschnittlich innerhalb von 24 Stunden oder schneller reagiert wird. Das heißt, dass wenn beispielsweise im Fall eines YouTube-Videos ein Musikunternehmen als Rechteinhaber eine Beschwerde einreicht, so soll das fragliche Video innerhalb eines Tages verschwinden.
Eine weitere Maßnahmen wird es sein, die Autocomplete-Funktion von Vervollständigungen zu bereinigen, die auf illegale Inhalte verweisen. Der Guardian nennt hier das Beispiel der Selbstvervollständiugung einer Sucheingabe auf "Lady Gaga Torrent". Auch bei Adsense-Anzeigen soll künftig das Takedown-System eingesetzt werden, so dass Rechteinhaber schnellstens Verstöße melden können. Zusätzlich will sich Google bemühen, autorisierte Veröffentlichungen wie Hörproben verstärkt in die Suchergebnisse einzubetten.
Die ganzen genannten Punkte führen zwangsläufig auch zu Fragen. Denn es bestehen beispielsweise schon jetzt hinsichtlich des Takedown-Meldesystems Bedenken, dass dieses Verfahren es zu einfach macht, unliebsame Inhalte ohne weitere Prüfung zu entfernen. Oft genug haben beispielsweise Musik- oder Filmunternehmen die Entfernung von YouTube-Videos verlangt, obwohl die in diesen Videos genutzten Inhalte nicht rechtswidrig waren. Etwa, weil es sich um eine faire Nutzung im Sinne der Weiterentwicklung eines Werkes handelte, oder weil geschützte Werke für Zwecke der Lehre eingesetzt wurden.
Um hier der Kritik zuvorzukommen, weist Google allerdings darauf hin, dass auch das System der "Counter-Notice" verbessert werden soll. Wenn also eine DMCA Unterlassungsaufforderung nicht gerechtfertigt war, Google aber trotzdem den Inhalt entfernte, soll es dem verantwortlichen YouTube-Nutzer oder Adsense-Kunden leichter gemacht werden, sich der angeblich berechtigten Forderung des Rechteinhabers zu widersetzen. Google stellt in diesem Fall üblicherweise die Inhalte wieder online, bleibt aber weiterhin von jeder Haftung freigestellt, weil der Nutzer durch seine Counter-Notice auch erklärt, sich gegen die Unterlassungsforderung notfalls gerichtlich zur Wehr zu setzen.
Für Probleme dieser Art wird es Google ansonsten schwerfallen, einfache Lösungen zu finden. In den bisherigen Kommentaren zu Googles Posting ist zwar der Hinweis zu finden, dass es ebenso leicht sein sollte, Kanäle für zuverlässige YouTube-Nutzer aus dem Bereich der Lehre (Schulen, Universitäten) einzurichten, wie es auch möglich ist, zuverlässige Rechteinhaber zu identifizieren.
Doch der Bedarf an solchen Verbesserungen ist nicht der Hintergrund von Googles Ankündigung. Der dürfte vielmehr darin zu sehen sein, dass von Seiten der Rechteinhaber immer wieder kritisiert wird, Google tue zu wenig, um die Urheberrechte zu schützen. Und weil Google eben eine immer größere Marktmacht darstellt, findet diese Kritik auch zunehmend Gehör.
Google ist schon jetzt die bei weitem größte Suchmaschine und darf daher nicht dazu beitragen, Urheberrechtsverletzungen etwa mit Autocomplete zu erleichtern. Googles Video-Dienst YouTube wiederum nimmt auch eine bedeutende Position ein und muss daher dafür sorgen, dass diese Website nicht als Tummelplatz der Raubkopien bezeichnet werden kann. Schon jetzt ist es erkennbar, dass YouTube mehr Beschwerden als andere Dienste erhält, beziehungsweise häufiger als andere die Forderungen der Rechteinhaber wahrnimmt. Bei keinem anderen Video-Dienst ist beispielsweise so oft der Hinweis zu sehen, dass "dieser Inhalt in deinem Land nicht verfügbar ist".
Das macht deutlich, dass die Rechteinhaber sehr genau beobachten und auch kontrollieren, was bei Google geschieht. Wobei man nicht vergessen darf, dass Google für die Rechteinhaber vermutlich auch deshalb von besonderem Interesse ist, weil das Unternehmen Wünsche der Rechteinhaber nach finanzieller Beteiligung am ehesten befriedigen kann.
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