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Nachdem Wikileaks unter noch ungeklärten Umständen auf die Domain wikileaks.org verzichtet hat und stattdessen Domains mehrerer europäischer Top Level Domains einsetzt, scheint bezüglich des Hosting der Whistleblower-Site etwas Ruhe eingekehrt. Am Sonntag morgen zwischen ca. 3:00 Uhr und 11:00 Uhr gab es zwar noch eine längere Phase der Nicht-Erreichbarkeit - wobei die schweizerische Piratenpartei behauptet, es seien seit der Nutzung der wikileaks.ch keine Denial of Service-Angriffe feststellbar. Doch seit gestern morgen sind die Wikileaks-Seiten jedenfalls problemlos erreichbar.

Möglicherweise haben die Angreifer erkannt, dass ihre Aktionen Wikileaks weniger behindern als vielmehr noch stärker machen. So existieren inzwischen weit über 300 Mirror-Sites, die es vermutlich nicht gäbe, hätte es keine Angriffe und keine Ausfälle der Wikileaks-Website gegeben. Nichtdestotrotz ist der Druck auf die Whistleblower erhalten geblieben. In der Schweiz warnte beispielsweise US-Botschafter Donald Beyer, die Alpenrepublik müsse es sich "sorgfältig überlegen", ob sie jemandem Unterschlupf gewähren möchte, der vor der Justiz flüchtet.

Dabei ist noch die Frage, ob man den Wikileaks-Sprecher Julian Assange wirklich als Flüchtigen bezeichnen kann. In Großbritannien jedenfalls ist sein Aufenthaltsort polizeilich bekannt. Dennoch scheint es seitens der Polizei Gründe zu geben, der Aufforderung der schwedischen Staatsanwaltschaft zur Festnahme Assanges nicht nachzukommen. Assanges schwedischer Anwalt wiederum hat gegenüber Reuters deutlich gemacht, dass jeder Versuch der Auslieferung entschieden bekämpft werden soll. Er vermutet, dass "irgend jemand in Schweden" ein Interesse hat, Assange nach Schweden zu bekommen, um ihn dann möglicherweise in ein anderes Land auszuliefern.

In den USA hat sich derweil nach Amazon ein weiteres großes Internet-Unternehmen dem Druck der Politik gebeugt: Paypal akzeptiert keine Zahlungen mehr, die an Wikileaks gehen sollen. In einem knapp gehaltenen Posting wird das mit illegalen Aktivitäten des Dienstes begründet. Doch auch ein weiterer Kanal, über den sich Wikileaks finanziert, steht zur Zeit auf der Kippe: Die schweizerische Postfinance prüft zur Zeit, ob Assange einen Wohnsitz in der Schweiz hat. Denn unter dieser Bedingung konnte Assange das Konto bei der Bank eröffnen. Er gab dazu einen Wohnsitz in Genf an, doch es bestehen wohl Zweifel an der Richtigkeit dieser Angabe. Aber selbst im eher unwahrscheinlichen Fall einer Sperrung des Kontos bleiben Wikileaks noch weitere Möglichkeiten, Zahlungen von Spendern anzunehmen.

Wikileaks hat bisher noch keine Angaben gemacht, wie es mit der Spendenbereitschaft aussieht. Doch die allgemeine Unterstützung scheint stetig zu wachsen, wie man alleine schon an den vielen Mirror-Seiten sehen kann. Sichtbar wird auch, dass die internationalen Piratenparteien den Versuch unternehmen, Wikileaks für sich zu vereinnahmen. Auch die Gruppe Anonymous stellt sich vor die Whistleblower und ruft beispielsweise zu einem Boykott von Paypal auf. Außerdem sollen DoS-Angriffe auf das Zahlungssystem gestartet werden. Weiter wird dazu aufgerufen, die von Wikileaks veröffentlichten Telegramme der US-Diplomaten möglichst weit und in jedem möglichen Format zu verbreiten.

Wobei die Frage ist, ob gerade in den USA viele Menschen dieser Aufforderung nachkommen werden. Wie das Beispiel der Columbia-Universität zeigt, wird US-Studenten zur Zeit von Seiten des Außenministeriums geraten, keine Links oder Kommentare zu den "Cables" zu veröffentlichen. Es könne sich nachteilig auf die Karriere auswirken, heißt es in einem Rundschreiben der Universität weil sich bei solchen Personen die Frage stelle, ob sie mit vertraulichen Informationen umgehen können.

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