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Julian Assange hat am Freitag in einem Interview eine bereits bekannte Drohung wiederholt. Schon im Januar werde Wikileaks neue Entüllungen veröffentlichen und dieses Mal werde es sich um die Daten von Banken handeln. Einen Tag darauf hat die Bank of America angekündigt, "wie andere Finanzinstitutionen" keine Zahlungen an Wikileaks mehr zu transferieren. Die Vermutung, dass die Transfer-Sperre der Bank eine Folge der Drohung ist, liegt nahe.

Schon vor Tagen philosophierte die FAZ in ihrer Sonntagsausgabe über die "Prognosemärkte" der Börsen, denn die hatten nach Bekanntwerden der Drohung Assanges kurz vor seiner Festnahme in London den Kurs der Bank of America um 3% sinken lassen.

Vermutlich hatten eifrige Börsianer nach Assanges Ankündigung gegoogelt und waren dabei auf ein Interview gestoßen, das der Wikileaks-Sprecher im Jahr 2009 mit der ComputerWorld geführt hatte. Darin meinte Assange "Zur Zeit sitzen wir beispielsweise auf 5GB von der Bank of America, der Festplatte eines leitenden Angestellten" ("At the moment, for example, we are sitting on 5GB from Bank of America, one of the executive's hard drives").

Die Entscheidung der Bank of America ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Doch trotzdem könnte es sich dabei um die falsche Entscheidung gehandelt haben, denn die Transfer-Sperre sorgte bereits für einen Gegenreaktion von Wikileaks. In einem Wikileaks-Tweet heißt es: "Macht ihr Unternehmen Geschäfte mit der Bank of America? Unser Rat ist es, ihre Gelder an einem sichereren Ort zu deponieren" ("Does your business do business with Bank of America? Our advise is to place your funds somewhere safer").

Eine Warnung, der vermutlich sogar Wikileaks-Gegner "vorsichtshalber" nachkommen. Denn wer weiß, was eine 5GB-Festplatte an Informationen enthalten kann?

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