Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
23. Dezember 2010
Posted in Internet News
Das Kreditkartenunternehmen MasterCard hat nicht nur Zahlungs-Transfers an Wikileaks verweigert, es will zukünftig in Zusammenarbeit mit den Industrieverbänden RIAA (Musikindustrie) und MPAA (Filmindustrie) auch jeden Zahlungsverkehr zu behindern, der der Unterstützung von Piraten-Websites dient.
Von Seiten der RIAA erhält MasterCard für diese Entscheidung kräftiges Lob. Ein leitendes RIAA-Mitglied wird mit den Worten zitiert "Sie sind auf uns und auf andere in der Welt der Unterhaltung zugegangen, um mit uns Möglichkeiten einer produktiven und effektiven Partnerschaft zu finden".
Das Magazin Myce sieht in der Entscheidung dagegen einen weiteren Fall, in dem Unternehmen und Organisationen das Recht in die eigenen Hände nehmen. Sie definieren die Rechtmäßigkeit einer Situation, obwohl das die Aufgabe der Gerichte wäre. Und so, wie MasterCard ohne gerichtlichen Beschluss die Zahlungen für Wikileaks blockiert, werden bald wohl auch Websites (im Ausland) die Macht des Kreditkartenunternehmens zu spüren bekommen.
Doch MasterCard unterstützt die Rechteinhaber auch bei der Formung künftigen Rechts. Das Kartenunternehmen und seine Lobbyisten sollen auf die Seite von RIAA und MPAA geschlagen haben, um frühzeitig eine Unterstützung des COICA-Gesetzes zu signalisieren. Der - nach vermutlich beträchtlicher Lobby-Arbeit - von Politikern beider Seiten unterstützte Gesetzesentwurf sieht Domain-Enteignungen und DNS-Blacklists zur Verfolgung auch ausländischer Piraten- und Fälscher-Websites vor.
Dazu genügt es, wenn die US-Verbände, ihre Mitglieder oder andere Rechteinhaber eine gerichtliche Verfügung in den USA beantragen. In solchen Fällen wird dann damit zu rechnen sein, dass sich MasterCard sowie vermutlich auch andere Kreditkartenunternehmen umgehend an der Blockade beteiligen und Zahlungen nicht ausführen.
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