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03. Januar 2011
Posted in Internet News
Google steht nach Informationen des Wall Street Journal mit mehreren Verlagshäusern in Gesprächen, bei denen es um die Einrichtung eines "digital Newsstand", eines digitalen Kiosks für Online-Medien geht. Das zu Rupert Murdochs News Corp. gehörende Wirtschaftsblatt sieht in Google möglicherweise einen Hoffnungsträger für die eigenen Interessen, denn man glaubt weiterhin daran, dass Tablet-PCs wie das iPad der Print-Welt die dringend benötigten neuen Einnahmemöglichkeiten beschert.
Es ist durchaus verständlich, dass die Verlage diese Hoffnungen entwickeln. Wenn man alleine betrachtet, wie die "social Networks" beziehungweise die "social Media" massenhaften Zulauf erleben und sich auch zu Magneten für das Werbegeschäft entwickeln, werden die Bedenken der Medien noch nachvollziehbarer.
Schon seit Jahren müssen die Zeitungen und Zeitschriften wohl oder übel einwilligen, ihre Inhalte im Web kostenlos anzubieten. Kostenpflichtige Abos lassen sich im Web nur in Ausnahmefällen umsetzen, daher ist man auf die Werbeeinnahmen angewiesen. Zusätzlich spucken News-Aggregatoren wie Google News den Verlagen in die Suppe, denn einerseits "entwenden" diese Aggregatoren schamlos die Inhalte der Zeitungen und Zeitschriften und andererseits beschaffen die News-Sucbhmaschinen die dringend benötigten "Impressions" - was die Medien von den Aggregatoren auch noch abhängig macht.
So überrascht es schon ein wenig, dass ausgerechnet Google die neue Hoffnung der Verlage darstellen soll. Doch die Alternative, der iTunes Store von Apple, ist offenbar das noch größere Übel. Denn Apple gebärdet sich wie ein Monopolist: Man prüft die Inhalte auf Konformität zu vage formulierten Regeln, beharrt im Normalfall auf dem Verkauf von Einzelexemplaren und verlangt noch dazu eine Beteiligung an den Einnahmen in Höhe von 30%. In dieser Situation dürfte praktisch jedes Gesprächsangebot Googles bei den Verlagen auf offene Ohren stoßen. Das erst recht, wenn Google ankündigt, eine niedrigere Umsatzbeteiligung als Apple zu verlangen.
Doch zugleich fragt man sich, ob die Tablet-Hoffnungen der Verlage nicht schon für sich übertrieben sind. Apple hat einschließlich September gerade 7,5 Millionen iPads verkauft und bis zum Jahresende 2010 werden es vielleicht 10 Millionen verkaufte Geräte gewesen sein. Möglicherweise wird das Aufkommen konkurrierender Produkte die Zahl der Tablets schon bald stark erhöhen. Dennoch bleiben die Tablets auf absehbare Zeit ein Nischenmarkt.
Zugleich wird das Aufkommen unterschiedlicher Geräte vermutlich auch das Problem unterschiedlicher App-Formate mit sich bringen. Damit ist bei einem digitalen Kiosk Googles für Android-Geräte zwar weniger zu rechnen. Üblicherweise setzt sich Google ja eher für offene Formate ein. Doch wie wahrscheinlich ist es wohl, dass "Googles" Zeitungen und Zeitschriften auf dem iPad lesbar sein werden, wenn nicht ein ganz und gar offenes Format verwandt wird?
Hinzu kommt ein weiteres, grundsätzliches Problem: Bisher gehen die Verlage davon aus, dass die iPad-, beziehungsweise Tablet-Käufer auch bereit sind, für kostenpflichtige Medien zu zahlen. Doch diese Hoffnung ist möglicherweise auf Sand gebaut. Der Business Insider hat jedenfalls zum Jahreswechsel die Verkaufszahlen einiger iPad-Anwendungen über sechs Monate in einer Graphik zusammengefasst. Und dieses Balkendiagramm macht voreilige Hoffnungen brutal zunichte.
Denn während die Zahl der verkauften iPads im Beobachtungszeitraum stetig zunimmt, stagniert beziehungsweise sinkt die Zahl der verkauften Medien-Apps. Im Fall des Wired-Magazins kann man bei 100.000 verkauften Exemplaren im ersten Monat und einem Absinken auf 30.000 im zweiten sogar von einem regelrechten Strohfeuer sprechen. Das ist kein gutes Omen für ein Online-Geschäftsmodell der Medienwelt im Internet. Auch wenn das Wall Street Journal noch immer darauf zu setzen scheint - aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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