Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
11. Januar 2011
Posted in Internet News
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen liegt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar weiter mit Google im Clinch. Diesmal geht es nicht um Street View, sondern um die Analyse- und Tracker-Software Google Analytics. Caspar soll die seit mindestens 2009 geführten Gespräche mit Google abgebrochen haben, nachdem das Unternehmen den Forderungen der Datenschützer beharrlich ausweichen konnte.
Caspar sieht darin ein auf Zeit Spielen der Suchmaschine, denn die Verantwortung für den Einsatz von Google Analytics liegt letztlich bei den Site-Betreibern. Drohungen an die Adresse der Site-Betreiber, die Google Analytics benutzen, gab es bereits im Jahr 2008. Kurz zuvor hatte ein international agierender Uptime Service ermittelt, dass GA auf etwa einem Drittel aller Websites zum Einsatz kommt.
Bisher folgten den Drohungen der Datenschützer noch keine Taten. Gegenüber der FAZ erklärt Caspar allerdings, dass sich die Datenschutzbehörden im Düsseldorfer Kreis erneut mit dem Thema beschäftigen werden, und dass Websites, die GA einsetzen, eventuell mit empfindlichen Bußgeldern rechnen müssen.
Google dagegen sieht die Gespräche nicht als abgebrochen an und verweist auf bereits erfolgte Änderungen des Dienstes. So ist es seit dem vergangenen Jahr möglich, das GA-Script in einer Form einzusetzen, bei der die IP-Adressen anonymisiert werden. Damit wird nach Ansicht Googles den Kritikern der Wind aus den Segeln genommen, denn die richtet sich in erster Linie gegen die Sammlung und Weiterleitung der IP-Adressen.
Ob dieses Verfahren allerdings wirklich die Bedenken der Datenschützer beseitigt, bleibt offen, solange von deren Seite keine eigene Einschätzung erfolgt. Und auf die Angaben Googles kann man sich nach den Aussagen Caspars ja wohl kaum verlassen.
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