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Ein wenig sonderbar ist das schon: Wegen der allzu großen Aufmerksamkeit der Medien wird der Verkauf von Facebook-Anteilen auf nicht-amerikanische Kunden beschränkt. Das Unternehmen, das wie kein anderes Einblick in das Privatleben seiner Nutzer nimmt, scheut demnach die Medienöffentlichkeit.

In einer Erklärung, die das Wall Street Journal von Goldman Sachs in dieser Angelegenheit erhielt, heißt es dazu: "(Unsere Unternehmensleitung) kam zu dem Ergebnis, dass das Ausmaß der Medienaufmerksamkeit nicht in Übereinstimmung mit dem ordnungsgemäßen Abschluss eines US-Angebots von (außerbörslich gehandelten) Geschäftsanteilen nach US-Recht steht" (... concluded the level of media attention might not be consistent with the proper completion of a U.S. private placement under U.S. law").

Das nachzuvollziehen fällt nicht ganz leicht, denn das US-Recht verbietet nicht das Interesse der Medien. Es setzt aber dem außerbörslichen Handel mit Anteilen nicht-börsennotierter Unternehmen enge Grenzen. Musste also Goldman Sachs als Vermittler bei diesen Geschäften fürchten, dass sich die US-Börsenaufsicht aufgrund der großen Öffentlichkeit zu sehr für diesen Handel interessieren würde? Das klingt wie ein Schuldeingeständnis und nicht nach der Erklärung eines erfolgreichen Finanzdienstleisters.

Nichtsdestotrotz scheint Goldman Sachs die Facebook-Anteile im Wert von 1,5 Milliarden Dollar ausschließlich seinen Kunden in Asien und Europa anzubieten, wobei das Interesse in China besonders groß sein soll. Insgesamt sollen bereits Orders im Wert von 7 Milliarden Dollar eingegangen sein. US-Käufer werden demnach gar nicht mehr benötigt.

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