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28. Januar 2011
Posted in Internet News
Auch in Großbritannien wurden fünf junge Männer im Alter zwischen 15 und 26 Jahren verhaftet, weil sie sich zur Unterstützung von Wikileaks an verteilten Denial of Service-Angriffen beteiligt haben sollen. Schon im vergangenen Monat waren zwei Niederländer aus dem gleichen Grund kurzfristig inhaftiert worden. In den USA sollen insgesamt 40 Haftbefehle ergangen sein und das FBI gibt an, dass es auch in Deutschland und Frankreich zu nicht näher spezifizierten Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden gekommen ist.
Bei all diesen Ermittlungen und Verhaftungen ging es demnach um die von der "führerlosen Bewegung" Anonymous ausgehenden Angriffe auf Firmen wie Amazon, MasterCard, Paypal, Postfinance und Visa. Die Angriffe wiederum folgten den von diesen Unternehmen beschlossenen Schritten gegen Wikileaks. Amazon hatte Wikileaks den Hosting-Vertrag gekündigt, während MasterCard, Paypal, Postfinance und Visa den Transfer von Zahlungen verweigerten.
Diese Handlungen wurden von Anonymous als ungerechtfertigt angesehen, weshalb als Rachemaßnahme ("Payback") zur Teilnahme an DDoS-Attacken aufgerufen wurde. Was sowohl Wikileaks als auch den Teilnehmern mehr schadete als nutzte, wie die aktuellen Verhaftungen zeigen.
Sowohl in den USA als auch in Großbritannien drohen als Maximalstrafe bis zu zehn Jahre Haft für solche Straftaten. Auch die britische Piratenpartei gibt zu erkennen, dass sie in diesen Angriffen illegale Handlungen sieht. Allerdings zeigt sie in einer Stellungnahme Verständnis für die von vielen empfundene Frustration angesichts der eigenen Machtlosigkeit, wenn multinationale Unternehmen und Regierungen sich unwillig zeigen "einzugreifen". Man fordert daher dazu auf, an den Verhafteten kein Exempel statuieren zu wollen und ganz allgemein eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Forderungen des Polizeiverbands ACPO nach "extremeren Taktiken" gegen die Hacktivisten weist man aus dem gleichen Grund zurück: "Viele in der Online-Gemeinschaft fühlen sich regelrecht belagert. Es ist Zeit für (mehr) Engagement der Mainstream-Politiker, sonst wird die Radikalisierung weiter zunehmen".
Auch die deutsche Piratenpartei hat anfangs des Monats versucht, das Thema Whistleblowing auf die politische Agenda zu setzen. In einer Petition fordert die Piratenpartei "gesetzliche Regelungen zum bestmöglichen Schutz von Whistleblowern". Die Petition wurde bisher von fast 4.000 Personen unterzeichnet.
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