Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
07. Februar 2011
Posted in Internet News
Ein Sicherheitsunternehmen aus der US-Hauptstadt Washington wurde Opfer einer "Anonymous Operation". Die Website des Unternehmens wurde entstellt, etwa 50.000 Mails des Unternehmenschefs wurden bei ThePirateBay.org für den Bit Torrent-Download angeboten und in seinem Twitter-Konto toben sich nach wie vor die Hacker aus und machen sich über den CEO des Sicherheitsunternehmens lustig.
Hintergrund des Angriffs ist es, dass Aaron Barr als Chef von Hbgary.com der Financial Times ein Interview gegeben hat. In diesem Gespräch behauptete Barr, die Führungsmannschaft von Anonymous identifiziert zu haben. Gemeint waren demnach zwei "Schlüsselfiguren" aus den USA sowie weitere Mitglieder des Führungs-Teams aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Italien und den Niederlanden. Die Informationen wollte er angeblich den Ermittlungsbehörden nicht aushändigen, weil er bei seinen Recherchen selbst die Grenzen der Rechtmäßigkeit überschritten habe.
Doch laut der Forbes-Journalistin Parmy Olson soll er nach Einschätzung der Hacker dennoch geplant haben, sich heute mit FBI-Beamten zu treffen, um ihnen die gesammelten Informationen auszuhändigen. Das sei auch der Grund, warum jetzt der Angriff auf Hbgary.com doch erfolgte, obwohl man sich zuvor noch über seine Behauptungen in der Financial Times lustig gemacht hatte.
Anonymous hatte in einem Posting die Niederlage eingestanden und erklärt, Barr habe das aus 9.000 Proxy-Servern bestehende Sicherheitsfeld zerfetzt, sei in die IRC-Höhle der Rebellen eingedrungen, habe dort das schützene Feuerlabyrinth zerstampft, das geheime Hacker-Passwort gestohlen und vermutlich auch die am Nordpol im Untergrund untergebrachten Server-Standorte zerschlagen.
Trotz aller Albernheiten scheint man aber Barrs Äußerungen nicht ungestraft lassen zu wollen. Wobei sich noch die Frage stellt, wie ernst diese Angaben in der Finanzzeitung zu nehmen sind. Für das LinkedIn-Konto des COO brauchten die Hacker gerade zwei Minuten und nochmal zehn Minuten später hatten sie auch seine Wohnadresse und seine Telefonnummer gefunden. Innerhalb eines Tages hatten auch alle anderen Hacks stattgefunden. Die von dem Sicherheitsunternehmen getroffenen Schutzmaßnahmen scheinen also nicht sehr ausgeprägt zu sein.
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