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09. Februar 2011
Posted in Internet News
Eine ungewöhnliche Form der "Brandrede" hat der neue Nokia-Chef Stephen Elop in einem Rundschreiben an die Mitarbeiter des Unternehmens verfasst. Er benutzt zur Beschreibung des status quo seiner Firma die Metapher einer brennenden Öl-Plattform in der Nordsee. Der Arbeiter auf der Plattform steht vor einer nicht ganz einfachen Wahl: Entweder, er springt 30 Meter in die Tiefe des eiskalten Meeres, oder er verbrennt in den Flammen.
So also sieht der ehemalige Microsoft-Mann die Situation des finnischen Geräteherstellers, nachdem er einige Monate als neuer CEO die Lage analysieren konnte. Nokia muss entweder drastische Maßnahmen ergreifen, oder das Unternehmen ist unausweichlich dem Untergang geweiht.
Elops Analyse ist knapp und prägnant: Apple hat mit dem iPhone die Spielregeln geändert und einen unglaublichen wirtschaftlichen Erfolg gelandet. Das obere Preissegment wird klar vom iPhone dominiert, Nokia ist dort chancenlos. Aber auch Google hat gerade zwei Jahre nach der Android-Einführung klar Oberwasser. Ursprünglich setzte Android wie das iPhone auf die obere Preisklasse. Doch die Android-Geräte werden immer billiger und schon bald werden die ersten 100 Dollar-Telefone unter Android betrieben werden. Gegen die "Gravitationskraft" Googles, mit der das Unternehmen die innovativen Kräfte der Industrie an sich zieht, hat Nokia derzeit keine Chance. Auch im Bereich der Billigstgeräte scheinen die Karten ausgegeben. Die chinesischen Hersteller produzieren schneller Telefone als man "bei Nokia Powerpoint-Präsentationen polieren kann".
Und was hat Nokia all dem entgegenzusetzen? Nicht viel, meint Elop. Man habe zwar auch "brilliante Quellen der Innovation" im Unternehmen, aber man bringe diese Innovationen nicht schnell genug auf den Markt. Meego, Nokias Plattform für das obere Preissegment, wird in diesem Jahr nur auf einem Gerät zu finden sein. Symbian, als OS für die Geräte der mittleren Preisklasse gedacht, stellt die Entwickler vor zu große Herausforderungen. und ist allgemein auf vielen Märkten einfach nicht wettbewerbsfähig.
Nokia hat kurz gesagt in keinem der Preissegmente eine Antwort auf die drängenden Fragen und Probleme. Apple und Google haben den Markt umgekrempelt, er funktioniert nicht mehr nach Nokias Regeln. Heute geht es nicht um den Wettbewerb zwischen einzelnen Geräten, sondern um den Wettbewerb zwischen ganzen Öko-Systemen, die neben der Hard- und Software auch die Entwickler, Anwendungen, elektronischen Handel, Werbung, Suche, soziale Anwendungen, lokalisierte Dienste und viele andere Dinge beinhalten.
Die Finnen haben dem nichts entgegenzusetzen und das haben inzwischen auch die Rating-Agenturen erkannt, die sich darauf vorbereiten, die Einstufung des Unternehmens zu senken.
Das sind klare Worte des Nokia-Chefs, denen sicher auch schmerzhafte Einschnitte auf personeller Seite folgen werden, insbesondere beim Management. Doch damit wird es nicht getan sein. Nokia wird die bisherige Linie nicht mehr weiter fahren können, das macht Elops Darstellung klar. Um wieder auf den fahrenden Wagen aufspringen zu können, muss Nokia ebenfalls ein mobiles Ökosystem einsetzen, doch für die Entwicklung eines eigenen Systems ist es zu spät.
Apples iOS steht als Lösung außer Diskussion, doch Android könnte einen Ausweg bieten. Es sei denn, Nokia setzt auf den bisherigen Außenseiter im Mobilfunk-Sektor Microsoft. Dort würde der frühere Microsoft-Mann vermutlich offene Türen einrennen, denn was die mobile Entwicklung angeht, steht Microsofts Plattform ebenfalls in Flammen.
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